Bad Renovieren

Badezimmertrends: Die 7 besten Tipps für die Badrenovierung

Badezimmertrends. Die besten Tipps für die Badrenovierung

„Das Badezimmer ist ein Zimmer zur Körperpflege“ – würden Sie dieser Aussage zustimmen? Wahrscheinlich. Fakt ist aber auch, dass die Ansprüche an das Bad in den letzten Jahren gewachsen sind. Früher gab es Badehäuser. Heutzutage möchte jeder sich eine eigene private Wellnessoase schaffen. Dementsprechend verwundert es auch nicht, dass bei immer mehr Menschen der Wunsch geweckt wird, die Nasszelle in einen Rückzugsort mit Wohlfühl-Charakter zu transformieren. Ein Blick auf die Badezimmertrends 2022 zeigt, dass mittlerweile wieder deutliche Statements gesetzt werden. Es geht eben nicht mehr nur um weiß geflieste Wände und eine klare, funktionale Formensprache. Sie suchen nach Inspiration für die anstehende Badrenovierung? Hier sind die Top Trends für das neue Jahr, auf die Sie achten sollten!

1. Das Bad barrierefrei und seniorengerecht gestalten

Wir werden alle nicht jünger. Deshalb macht es Sinn, gleich von Anfang an einen barrierefreien Umbau einzuplanen. Auch wer sein Haus verkaufen oder vermieten möchte, kann sich dadurch einen klaren Marktvorteil sichern. Der wichtigste Schritt ist es, die Duschwanne durch einen ebenerdigen Abfluss zu ersetzen. Dadurch wird es auch Menschen mit Handicap möglich, eigenständig zu duschen. Sinn macht es auch, Armaturen und andere Badmöbel auf ein Minimum zu beschränken, um Stolperfallen zu entfernen. Je nach Bedarf können zudem Handgriffe an strategischen Stellen platziert werden. Ein altersgerechtes Bad muss dabei keinesfalls einen altbackenen Look annehmen – im Gegenteil! Je minimalistischer das Zimmer gestaltet wird, desto offener und moderner wirkt die Ästhetik. 

2. Farben sind wieder „in“

In den 1970er-Jahren dominierten farbige Bäder. In den Jahrzehnten danach setzte eine Gegenbewegung ein. Gefragt war durchweg die Farbe „weiß“. Wer sich etwas traute, setzte mit „creme“ leichte Akzente. Das Jahr 2021 hat gezeigt, dass es auch anders geht: Farbe im Bad kann eine gute Idee sein! Dabei geht es nicht darum, in den ästhetischen Albtraum der 1970er Badezimmer-Ästhetik zurückzufallen. Vielmehr werden nun gezielt spannende Farbakzente und Kontraste gesetzt. 

Einzelne Armaturen oder Raumabschnitte in Rot oder auch einem natürlichen Grün sorgen für Lebendigkeit. Die Farbpsychologie hat schließlich erkannt, dass Farben anregend wirken können. Gezielt eingesetzt helfen farbliche Kontraste dabei, dass Sie den Tag mit Schwung beginnen können. Darüber hinaus können Sie etwa beim Unterschrank mit Aufsatzwaschbecken ganz eigene ästhetische Vorstellungen realisiert werden. Sie möchten das Bad ein wenig natürlicher gestalten? Dann passt ein herrliches laubgrün perfekt zu einer vorhandenen Holzoptik. 



3. Das Badezimmer nachhaltig gestalten

Der Begriff der „Nachhaltigkeit“ wird in der Regel nicht mit einer Badezimmerrenovierung in Verbindung gebracht. Trotzdem gibt es dabei viele Möglichkeiten, einen Beitrag zum Erhalt der Umwelt zu leisten. Wer einen größeren Beitrag leisten möchte, der verzichtet auf die Badewanne zugunsten einer Dusche mit einem Duschkopf mit geringer Durchströmung, um Wasser zu sparen. Aber auch im Waschbecken lassen sich Wasserhähne mit Durchflussbegrenzung einbauen. Ressourcen können auch dadurch gespart werden, indem Sie auf eine durchgängige LED Beleuchtung setzen. Ein energiesparender Heizkörper senkt dauerhaft die Stromkosten. Wer wirklich nachhaltig agieren möchte, der setzt bei der Renovierung des Badezimmers auf Unternehmen, die sich in diesem Bereich engagieren. Besonders sollte darauf geachtet werden, dass das Holz der Badmöbel zertifiziert ist! 

4. Das Badezimmer 2022 ist fugenlos!

Das Jahr 2022 führt einen Paradigmenwechsel in der Badezimmergestaltung herbei. Früher war die Nasszelle untrennbar mit gekachelten Wänden verbunden. Wie oft haben wir mit Kalkablagerungen oder gar Schimmel in den Fugen kämpfen müssen! Ein Bad ohne Kacheln und Fliesen wirkt insgesamt größer und erinnert mehr an luxuriöse Spas als an das klein-klein heimischer Bäder. Die Vorteile liegen also nicht bloß in der leichteren Reinigung, sondern auch der überlegenen, modernen Ästhetik! Als Werkstoffe bietet sich zum Beispiel Schmuckbeton an. Aber auch spezielle wasserfeste Latextapeten bzw. Farben kommen zum Einsatz. Ein klassischer und besonders edler Look wird durch Marmor erreicht. Bei der Verwendung von Naturmaterialien ist jedoch gerade beim Thema „ebenerdige Dusche“ Vorsicht geboten. Dort sollten alle Übergänge sorgfältig mit Silikon abgedichtet werden.

Tipp: Wer auf Fliesen nicht verzichten möchte, kann auf diese weiterhin zurückgreifen, denn diese lassen sich auch auf Naht verlegen!

5. Schwarz im Badezimmer – das geht ?

Einer gestalterischen Regel zufolge sollte man auf Schwarz in Innenräumen verzichten. In der Tat verlieren dunkle Räume an gefühlter Größe. Deshalb ist es besonders interessant, dass gerade Mattes schwarz im Jahr 2022 angesagt ist. Wer mutig ist, erschafft mit Weiß als Gegenpol krasse Kontraste und hält auch die Einrichtung mit geraden Formen, durch den Einsatz von einem Waschtischunterschrank ohne Waschbecken. Während Farben in spiegelndem „Klavierlack“ oft billig wirken, punktet ein mattes Finish mit zeitloser Eleganz. Ein weiterer Vorteil: Fingerabdrücke sind nicht so leicht sichtbar. Auch in kleinen Bädern kann schwarz eingesetzt werden – dort sollte man sich allerdings auf Akzente beschränken. So kann man der frisch renovierten Nasszelle einen edlen Touch zu verleihen, ohne diese optisch zu verkleinern.

6. Wohlfühlatmosphäre durch gekonnte Beleuchtung schaffen

Ist ihnen aufgefallen, dass frisch renovierte Supermärkte die Warenauslage via LED indirekt beleuchten? Dieser Trend hält auch im Badezimmer Einzug. Immer seltener illuminiert einzig und allein der Deckenstrahler das Bad. Angesagt sind punktuell eingesetzte LEDs, welche eine einzigartige Atmosphäre erschaffen. Erreicht werden kann dies etwa durch abgesetzte Decken, an dessen Seiten sich LED-Strips verbergen. Je nach Lust und Laune kann man so verschiedene Farben einstellen. Während Blau beruhigt, wirkt Rot eher anregend. Mittlerweile sind LEDs sogar in Duschköpfen eingebaut, um den Wasserstrahl einzufärben. Der kreativen Gestaltung sind keine Grenzen gesetzt – letzten Endes entscheidet der persönliche Geschmack über die Form des Lichterspiels. 


7. Das Badezimmer als Wohnraum

Oftmals setzen sich Küchentrends auch im Badezimmer fort. Was haben wir im Küchenbereich in den letzten Jahren erlebt? Richtig: einen Trend hin zur Wohnküche! Da wir im Jahr 2022 wahrscheinlich öfter zu Hause sein werden, setzen schlaue Badplaner auf angenehme Wohnatmosphäre. Vermehrt kommt deshalb Holz zum Einsatz – ob als Verkleidung, in Form von Möbeln oder einfach als Teil eines Dekoelements. Natürlich ist es sehr schwer, das Bad in ein zweites Wohnzimmer zu verwandeln. Der Grund hierfür ist die erhöhte Luftfeuchte, welche dazu beitragen kann, dass Naturmaterialien aufquellen. Auch ausgelegte, flauschige Teppiche sollten regelmäßig in der Waschmaschine landen. 

Die logische Weiterentwicklung ist übrigens die „Bad en Suite“. Dabei schließt das Badezimmer direkt an den Wohnbereich bzw. das Schlafzimmer an. Was bislang nur aus Hotels bekannt war, findet auch unter Privatleuten immer mehr Liebhaber. Die Vorteile liegen auf der Hand: Keine knallenden Badezimmertüren in der Nacht und sehr kurze Laufwege.

Wie wichtig ist der eigene Geschmack bei der Badezimmergestaltung?

Macht es eigentlich Sinn, den aktuellen Badezimmertrends zu folgen, oder sollte man in erster Linie auf den eigenen Geschmack achten? Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Wer das Haus auf absehbare Zeit selber bewohnen möchte, sollte in Trends Inspiration suchen. Geht es um die Vermietung oder die Veräußerung der Immobilie, muss der Zeitgeist beachtet werden. Schließlich sind nachhaltig gestaltete Bäder, die auch von älteren Menschen genutzt werden können, sehr gefragt. Es gibt jedoch auch einige Verbesserungen, die außerhalb der Zeit stehen und die Nasszelle aufwerten. 

Hierzu gehört zum Beispiel ein Austausch der Armaturen. Mittlerweile lässt sich die Wassertemperatur direkt am Wasserhahn exakt regeln. Smarte Armaturen verfügen über ein eingebautes Display, auf der sich die Wassertemperatur ganz genau einstellen und ablesen lässt. 

Auch in der Entwicklung der Toilette hat sich einiges getan. Früher wurden extra Bidets installiert, um die Po-Hygiene zu verbessern. Mittlerweile sind moderne Toilettenschüsseln mit einem ausfahrbaren Bidet-Arm ausgestattet. Auch Sprühbidets, welche in die Hand genommen werden, machen Toilettenpapier überflüssig. Aus Japan hingegen kommt der Trend der Luxus-WCs. Wer möchte, der kann in Toilettensitzheizung und integrierten Föhn investieren. 

Tipp: Vor der Renovierung den Sanierungsbedarf prüfen!

Gerade in Altbauten sind Bäder oftmals sanierungsbedürftig. Dies fällt z.B dann auf, wenn eine frei stehende Badewanne installiert werden soll und neue Rohrleitung gelegt werden müssen. Zeigt sich dass der Holzunterboden morsch geworden ist, kommen größere Investitionen auf den Eigentümer zu. Auch die Zu- und Ableitungen entsprechen oft nicht mehr aktuellen Standards. Dies merkt man daran, dass die Betätigung der Wasserhähne Lärm erzeugt und/oder das Wasser nicht mehr richtig abfließen kann. Verstopfungen (etwa durch Kalkablagerungen) sind die Ursache.

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