Lampen und Leuchten: Was Energiesparlampen wirklich leisten

21. Juni 2012
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cc by fotopedia.com / Paul Keller

Mit der Verordnung der europäischen Kommission vom 18.03.2009 werden bei Leuchtmitteln bestimmte Energieeffizienzen vorgeschrieben. Da die herkömmliche Glühbirne diese strengen Öko-Normen nicht mehr erfüllt, hat diese ausgedient, womit der Verbraucher auf energiesparende Leuchtmittel umsteigen muss. Der Handel hat darauf längst reagiert, weshalb z.B. in dem Shop von Lampenwelt alle gängigen Energiesparlampen erhältlich sind.
Es gibt dabei verschiedene Arten energiesparender Leuchtmittel oder auch Energiesparlampen genannt, die hier im einzelnen erläutert werden.

1. Die Kompaktleuchtstofflampe
Bei der Kompaktleuchtstofflampe als gängigste Form von energiesparenden Leuchtmitteln, wird in einem wendelförmigen Glaszylinder ein Quecksilberdampfgemisch durch eine kathodenförmige Wechselspannung zum Leuchten angeregt. Da dieser Lampentyp bei der herkömmlichen Wechselspannung von 50 Hz nicht flimmerfrei wäre, wird mit einer elektronischen Vorschaltung die Frequenz auf etwa 45000 Hz erhöht, was das menschliche Auge dann nicht mehr als Flimmern wahrnimmt. Zur Steigerung der Effizienz wird außerdem durch die elektronische Vorschaltung beim Einschaltvorgang die Kathodenanordnung bis zum Zünden des Quecksilberdampfgemisches vorgewärmt.

Vorteile der Kompaktleuchtstofflampe sind sein geringer Stromverbrauch und seine wesentlich höhere Lebensdauer als bei der herkömmlichen Glühbirne. Das Verhältnis beträgt dabei etwa 1 zu 5,
d.h. die Kompaktleuchtstofflampe hat einen etwa 5 fach geringeren Stromverbrauch und eine etwa 5 fach so hohe Lebensdauer von etwa 10000 Betriebsstunden als die herkömmliche Glühbirne.

Nachteile der Kompaktleuchtstofflampe sind seine höheren Anschaffungskosten sowie seine Verzögerung bis zum Erreichen der vollen Helligkeit nach dem Einschalten. So benötigt eine Kompaktleuchtstofflampe etwa bis zu 3 min, bis sie ihre volle Helligkeit erreicht. Weiterer Nachteil ist, dass die Kompaktleuchtstofflampe Quecksilber enthält und als Sondermüll entsorgt werden muss.
Bei den Schraubgewinden zum Eindrehen der Leuchtmittel in die Lampenfassung gibt es noch die Norm E27 für das größere, sowie die Norm E14 für das kleinere Schraubgewinde. E27 ist dabei die gängigste Norm für die Schraubfassung.
Erwähnenswert sei noch, dass die Kompaktleuchtstofflampe eine diskontinuierliche Lichtfarbe hat, wodurch in ihrem Licht Farben etwas anders als bei herkömmlichen Glühbirnen aussehen können.

2. Die Halogen/dampflampe und die LED
Bei der Halogenlampe wird ein Energieeinspareffekt von etwa 50 % zur herkömmlichen Glühbirne erreicht, indem der Glaskolben kompakter konstruiert ist und hier das Halogen Iod hinzugegeben wird. Die Effizienzsteigerung wird dabei durch höhere Temperaturen der Glühwendel erreicht.

Bei der Halogendampflampe hingegen findet eine Gasentladung statt, wobei diese sich durch eine hohe Farbechtheit auszeichnet. Die Halogendampflampe wird daher häufig für farbauthentische Anwendungen wie bei der Schaufensterbeleuchtung oder im Bühnen- und Theaterbereich eingesetzt.
Bei der LED werden gezielt verunreinigte Halbleiterwerkstoffe zum Leuchten angeregt. Hierbei wird eine höhere Energieeffizienz durch geringere Wärmeverluste als bei herkömmlichen Leuchtmitteln erreicht. Verschiedene Farben werden durch unterschiedliche Materialien erzeugt, die man jeweilig in den Halbleiterwerkstoff einlagert.

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