Home > Allgemein > Frankfurter Mieter ĂŒben mehr GenĂŒgsamkeit

Frankfurter Mieter ĂŒben mehr GenĂŒgsamkeit

Laut Studie der Dr. LĂŒbke GmbH hat sich die Nachfrage in Frankfurt quantitativ und qualitativ verĂ€ndert

Die Mieter in der Mainmetropole haben 2008 ihre AnsprĂŒche an neue BĂŒroflĂ€chen zurĂŒckgeschraubt. So das Ergebnis der Studie „Trendguide BĂŒroanmietungen Frankfurt“ der Dr. LĂŒbke GmbH. Befragt wurden 60 Unternehmen, die in 2008 neue BĂŒrorĂ€ume in Frankfurt angemietet haben. Im Vergleich zu 2007 ist die Dynamik deutlich zurĂŒckgegangen: Nur noch knapp ein Drittel der Anmietungen geht auf eine „neue“ Nachfrage zurĂŒck – 2007 lag dieser Wert noch bei 45 Prozent. Hauptmotive fĂŒr den Umzug waren der Wunsch nach grĂ¶ĂŸeren RĂ€umlichkeiten (38 Prozent), einer besseren Lage (15 Prozent) und einer reprĂ€sentativeren Ausstattung (13 Prozent).

„Die Dynamik des Frankfurter BĂŒrovermietungsmarktes lĂ€sst langsam aber sicher nach“, erklĂ€rt Metin Yildirim, Regionalleiter Frankfurt der Dr. LĂŒbke GmbH. Resultierten 2007 noch fast die HĂ€lfte der BĂŒroanmietungen aus einer „echten“ FlĂ€chennachfrage, waren 2008 nur noch 30 Prozent der Anmietungen mit einer erstmaligen Nachfrage oder mit der Anmietung einer zusĂ€tzlichen FlĂ€che verbunden. So gingen 2008 FirmenneugrĂŒndungen und die Eröffnung neuer Niederlassungen, die 2007 mit 20 Prozent noch einen hohen Beitrag zur positiven Nettoabsorption leisteten, um die HĂ€lfte zurĂŒck. Gegen diesen Trend behaupteten sich jedoch bereits ansĂ€ssige Frankfurter Firmen: 17 Prozent haben zusĂ€tzliche FlĂ€chen angemietet und 42 Prozent haben mit einem Umzug in grĂ¶ĂŸere RĂ€umlichkeiten zur positiven Nettoabsorption beigetragen.

Die ZurĂŒckhaltung spiegelt sich auch in den Umzugsmotiven wider. Zwar veranlasste 38 Prozent der Befragten zusĂ€tzlicher Raumbedarf zum Umzug, aber im Vergleich zum Vorjahr hat der Wunsch nach reprĂ€sentativeren FlĂ€chen und/oder einem besseren Standort zumindest als ausschlaggebendes Motiv fĂŒr den Umzug an Bedeutung verloren. Der Kostendruck scheint jedoch noch nicht all zu hoch: Nur sieben Prozent strebten mit dem Umzug eine Kostenreduktion an und keinem der befragten Unternehmen war das alte BĂŒro zu groß geworden.

Wunschzettel erfĂŒllt
Entsprechend dem Hauptumzugsmotiv bezogen 60 Prozent grĂ¶ĂŸere BĂŒros. Den Wunsch nach RĂ€umlichkeiten in einer besseren Lage haben sich 29 Prozent erfĂŒllt und 76 Prozent entschieden sich obwohl nur 13 Prozent dies als Hauptmotiv fĂŒr den Umzug angaben fĂŒr ein BĂŒro mit einer hochwertigeren Ausstattung. Allerdings ist die Bereitschaft, hochpreisige Mieten zu zahlen, zurĂŒckgegangen. Nur noch 40 Prozent waren 2008 bereit, am neuen Standort mehr zu bezahlen – im Vorjahr waren es noch die HĂ€lfte. Und knapp ein Viertel der Befragten profitierten von einer gĂŒnstigeren Miete.

Frankfurter Mieter sind „Umweltmuffel“
Wie in Dresden und DĂŒsseldorf gewinnt das Thema Nachhaltigkeit in Frankfurt nur langsam an Fahrt. Auch wenn es deutschlandweit einige Projekte gibt, die nach Greenbuilding-Standards modernisiert oder gebaut werden, wie beispielsweise die Frankfurter „Greentowers“ – derzeit Europas grĂ¶ĂŸtes Refurbishmentprojekt. Dennoch outen sich die Frankfurter Mieter als wenig interessiert an ökologischen MaßstĂ€ben. WĂ€hrend in DĂŒsseldorf und Dresden immerhin einem Drittel die Energiebilanz der anzumietenden FlĂ€che wichtig ist, erachtete dies in Frankfurt nur ein Viertel der Mieter relevant fĂŒr die Anmietungsentscheidung. Eine ErklĂ€rung dafĂŒr ist, dass die durchschnittlichen Nebenkosten in Frankfurt im bundesweiten Vergleich zwar am höchsten sind, aber gleichzeitig haben diese Kosten in der Mainmetropole den niedrigsten relativen Anteil an den gesamten BĂŒrokosten und fallen somit weniger ins Gewicht.

Zukunftssausichten verhalten optimistisch
„Trotz Abflauen der Konjunktur schauen die meisten der befragten Unternehmen noch recht optimistisch in die Zukunft“, beschreibt Yildirim die Stimmung bei den befragten Mietern. So wĂŒrden 77 Prozent heute auf jeden Fall wieder die gleiche Anmietungsentscheidung treffen und 11 Prozent mit hoher Wahrscheinlichkeit. Von den 12 Prozent, die ihre Entscheidung revidieren möchten, wĂŒrden drei Prozent eine kleinere FlĂ€che anmieten, zwei Prozent ihre AnsprĂŒche an die ReprĂ€sentativitĂ€t der FlĂ€che zurĂŒckschrauben und sieben Prozent hĂ€tten die UmzugsplĂ€ne ganz abgeblasen.

FĂŒr die Kurzstudie „Trendguide BĂŒroanmietungen Frankfurt“ hat Dr. LĂŒbke 60 Unternehmen befragt, die 2008 neue BĂŒrorĂ€ume in Frankfurt gemietet haben.

Die Studie steht zum kostenlosen Download zur VerfĂŒgung unter: www.dr-luebke.com.

Ähnliche Artikel:

  1. Arbeitslose und TagesmĂŒtter als Mieter nicht gewollt
  2. Frankfurt am Main ist die zweit teuerste Stadt Deutschlands
  3. Draußen zu Hause: Deutsche entspannen am liebsten auf dem Balkon
  4. Holzkauf: Immer mehr Deutsche setzen auf Produkte aus nachhaltiger Forstwirtschaft
  5. Penthouses bei einem Viertel der WohnungskÀufer begehrt

Allgemein ,

  1. Bisher keine Kommentare
  1. Bisher keine Trackbacks