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Vermieter

Tipps und Tricks

Rechtliche Fragen zum Thema Schlüsselverlust

März 1, 2015

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Der Verlust des Wohnungsschlüssels ist nicht nur ärgerlich, sondern kann für den Mieter, wenn es sich um eine Schließanlage handelt, richtig teuer werden. Ob aber ein tatsächlicher Anspruch auf Erstattung seitens des Vermieters besteht, wenn und ob überhaupt eine Anlage ausgetauscht werden muss, das hängt immer von dem jeweiligen Fall ab.

Wenn im Mietvertrag oder gegebenfalls in der Satzung des Vermieters, beispielsweise einer Wohnungsgesellschaft, wirksam vereinbart wurde, dass der Vermieter einen Anspruch auf Ersatz der anfallenden Kosten bei einem Austausch eines Schlosses oder einer Schließanlage hat, muss der Mieter bezahlen.

Als erstes sei festgestellt, dass eine Mietvertragsklausel, bei der ein Vermieter grundsätzlich berechtigt ist, eine Schließanlage für ein Mietshaus auszutauschen, unwirksam ist, wenn ein Mieter einen Schlüssel verloren hat und sichergestellt ist, dass ein Missbrauch durch einen Dritten bei einem Schlüsselverlust durch den Mieter ausgeschlossen werden kann. Wenn zum Beispiel ein Schlüssel in einen Fluss gefallen ist oder er in einer weiteren Entfernung wie einer anderen Stadt abhanden gekommen ist. Dadurch wird der Mieter unangemessen benachteiligt in Bezug der Gebote von Treu und Glaube.

Bestätigt der Mieter, dass der verlorene Schlüssel keinen Schaden anrichten kann, indem der Schlüssel eventuell in falsche Hände geraten könnte, kann der Vermieter keine neue Schließanlage z.B. vom Schlüsseldienst Köln auf Kosten des Mieters einbauen lassen. Trägt der Schlüssel keinen Hinweis auf die Herkunft des Mieters und kann ein Finder nichts mit dem Schlüssel anfangen, entfällt laut Urteil des LG Berlin (Urteil v. 10.11.1987, 64 S 196/87) der Anspruch auf Ersatz seitens des Vermieters.

Anders stellt sich die Situation dar, wenn der Schlüssel mit aussagekräftigen Papieren verloren ging und eine missbräuchliche Verwendung der verlorengegangenen Schlüssel zu befürchten ist. Oder wenn auch gleichzeitig das Fahrzeug des Mieters gestohlen wurde und auf Grund dessen eine Adresse ermittelt werden kann. Urteil (KG Berlin, Urteil v. 11.02.2008, 8 U 151/07).

Dienstleistungen Heimwerker

Was tun bei Schlüsselverlust? Muss der Vermieter benachrichtigt werden?

September 10, 2014

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Ein Schlüsselverlust im Mietsverhältnis ist für alle Beteiligten ein großes Ärgernis. Dies trifft ganz besonders dann zu, wenn es sich bei dem verlorenen Schlüssel um ein Exemplar einer Schließanlage handelt.

Was tun bei Schlüsselverlust?

Grundsätzlich gilt: Schlüsselverlust sofort melden! Auch polizeilich sollte der Verlust registriert werden. Fragen Sie außerdem nach einigen Tagen an den örtlichen Fundbüros und anderweitigen Fundstellen nach. Die meisten Personen, die einen Schlüssel finden, geben diesen an den bekannten Fundstellen ab, da er für sie selbst keinen Wert darstellt. Sollten Sie nicht in Ihre Wohnung kommen, können Sie die Dienstleistungen eines professionellen Schlüsseldienstes, wie zum Beispiel die vom Profi-Schlüsseldienst, in Anspruch nehmen. Dieser unterstützt und berät Sie, was es nun in dieser ersten Phase nach dem Verlust zur Wahrung der persönlichen Sicherheit zu tun gilt.

Muss der Schlüsselverlust zwangsläufig gemeldet werden?

Diese Frage ist mit einem klaren „Ja“ zu beantworten. Wer den Schlüssel einer Mietwohnung verliert, ist verpflichtet, dem Vermieter unverzüglich Bescheid zu geben. Versäumt der Mieter die Meldung des Schlüsselverlusts, kann er für etwaige Folgeschäden, wie zum Beispiel Einbruch oder Diebstahl, verantwortlich gemacht werden. Gerade dann, wenn es sich um den Schlüssel einer Schließanlage handelt, ist das Melden des Verlusts auch für die Sicherheit der anderen Hausbewohner unabdingbar.

Was passiert, nachdem der Schlüsselverlust gemeldet worden ist?

Zwar ist der Vermieter verpflichtet, durch die spezielle Konzeptionierung einer etwaigen Schließanlage dafür Sorge zu tragen, dass die Kosten bei einem Austausch der Schließzylinder und Schlüssel möglichst gering gehalten werden können, jedoch können schnell einmal vierstellige Summen anfallen, die der Vermieter von dem Mieter zurückfordern kann. Hier zahlt es sich aus, eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen zu haben. Diese greift in vielen Fällen des Schlüsselverlusts, sofern dieser unverschuldet und nicht aus Nachlässigkeit passiert ist. Es gibt aber auch bereits diverse Schlüsselversicherungen, die hohe Schadensfälle im Zusammenhang mit der Erneuerung von großen Schließanlagen zuverlässig abdecken.
Eigentumswohnung Mieten & Vermieten Möbel & Einrichtung

Die richtige Einrichtung für die neue Wohnung

November 19, 2012

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Wer in eine Wohnung zieht, der richtet sich auch wieder neu ein. Dazu gehört es auch oft genug, neue Möbel passend zur neuen Wohnung und – unter Umständen – auch dem neuen Lebensabschnitt zu kaufen. Das ist oft gar nicht so einfach, pauschale Tipps kann man nur schwer geben.

Was sollte man bedenken

Die Einrichtung einer eigenen Wohnung sollte gut durchdacht sein. Je mehr im Vorfeld geplant wurde, desto einfacher ist es später der Wohnung mit einigen kleinen Änderungen so zu gestalten, dass sie ganz anders wirkt. Daher sollte man überlegen, welcher Raum welche Funktion haben sollte, denn nicht jede Einrichtungsidee ist für jeden Raum praktikabel. So sind in Küchen pflegeleichte Böden aus Polyvinylchlorid besser geeignet als Teppichboden. Erst wenn die Funktion klar ist, sollte man konkret die Einrichtung des Raumes planen.

Was sollte man beachten

Bezieht man eine Mietwohnung, dann sollte man unbedingt beachten, welche Vorgaben der Vermieter macht. Bevor man einen Bodenbelag auswechselt, so sollte man unbedingt abklären, ob das dem Vermieter recht ist und ob er sich vielleicht an den Kosten beteiligt. Auch Küchen und Bäder sind meist fester Bestandteil eines Mietvertrages und nicht so einfach austauschbar. Einfacher ist es da schon bei den Möbeln, da man hier in der Regel nur die Abmessungen beachten muss.

Günstig = billig?

Gerade wenn man in die erste eigene Wohnung zieht, dann muss man in der Regel auch auf das Budget achten, denn in diesem Fall muss der größte Teil der Wohnung erst einmal neu gekauft werden. In diesem Fall bietet es sich an, auch günstige Alternativen in Betracht ziehen, so beispielsweise Böden aus Polyvinylchlorid – mehr Informationen findet man hier.

Mieten & Vermieten

So mogeln Vermieter bei den Nebenkosten

Oktober 30, 2012

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Wenn die Nebenkostenabrechung ins Haus kommt, dann stehen viele Mieter gerade. Denn kaum jemand versteht wirklich, was es mit den Angaben auf sich hat, die dort aufgelistet werden. Dadurch können einige Vermieter bei den Kosten erheblich mogeln.

Welche Tricks kennen die Vermieter?

Einige Vermieter beweisen hier richtige Kreativität, aber meist werden bekannte Modelle genommen. Immer wieder beliebt ist der Passus „die üblichen Nebenkosten” und damit ist dann auch Schluss. Es ist aber notwendig, die genaue Aufstellung der Nebenkosten anzugeben oder diese zumindest zugänglich zu machen. Wird die genaue Zusammensetzung der Nebenkosten im Mietvertrag geregelt, so kann der Vermieter darauf verweisen, muss es den Mietern aber möglich machen, die Aufstellung der Kostenpunkte einzusehen.
Auch gerne genommen ist der Trick, die Kosten für leere Räume auf die Mieter aufzuschlagen. Das ist gegen das Gesetz.
Bei der Abrechnung der Wohnkosten muss auch immer die gesamte Fläche der Wohnung mitgerechnet werden und nicht nur die Wohnfläche. Dadurch kommen dann oft fälschlicherweise höhere Beträge zusammen. Auch die Aufschläge für Energie werden gerne hochgerechnet, mit Begründung der steigenden Preise für Strom und Gas. Das nachzuweisen ist aber sehr schwer und bedarf einer genauen Nachrechnung.

Wie sollten Mieter vorgehen?

Wenn Mieter den Verdacht haben, dass ihr Vermieter sie betrügt, müssen sie dies auch nachweisen können. Fehlt ihnen dazu das Wissen, so können sie sich an den Mieterschutzbund wenden.
Steht dann fest, dass die Rechnung falsch war, müssen die Mieter den Vermieter erst anschreiben und ihm eine Frist zur Nachbesserung setzen. Macht er davon nicht gebrauch, so steht es den Vermietern zu, eine Mahnung zu schreiben und nur die wirklichen Nebenkosten zu zahlen.
Nicht selten droht der Vermieter dann mit rechtlichen Konsequenzen. Wurde die Nebenkostenabrechung aber mutwillig getürkt, haben die Mieter einen guten Stand, Trotzdem ist in einem solchen Falle eine gute Rechtsschutzversicherung immer ratsam. Die Seite https://ergodirekt.de/de.html bietet gute Ratschläge, was dabei zu beachten wäre.
Mieten & Vermieten

Mietswohnung: Kündigung und Nachmieter

Juli 23, 2012

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Immer wieder kursiert der Irrglauben, dass Mieter eine Wohnung kündigen können, ohne die gesetzliche Kündigungsfrist einhalten zu müssen, wenn sie einen Nachmieter stellen. Die Rechtslage jedoch sieht etwas anders aus.
Ist im Mietvertrag eine Nachmieterklausel vereinbart geht dieses ohne Weiteres, jedoch ohne diese Klausel bedarf es besondere Gründe die Kündigungsfrist ausnahmsweise zu umgehen. Aufgrund des Anstiegs von Problemmietern (wie z.B. Mietnomaden oder zwahlungsunfähige Mieter) wird eine Nachmieterklausel jedoch nur noch sehr selten in Verträgen zu finden sein.

Besondere Gründe zur Kündigung liegen vor, wenn der Mieter z.B. berufsbedingt einen Ortswechsel vornehmen muss, der Umzug ins Alten oder Pflegeheim notwendig ist, der Mieter heiraten will oder sich Familienzuwachs ankündigt. Nur aus diesen besonderen Gründen und auch nur als Ausnahmefall kann der Mieter einer Wohnung die Kündigungsfrist umgehen. Natürlich gibt es viele Vermieter, die mit sich reden lassen, und die dann gerne auch aus Kulanz einräumen, einen Nachmieter zu akzeptieren – einen gesetzlichen Anspruch auf dieses Vorgehen gibt es aber definitiv nicht.
Außerdem muss auch bei Vorliegen besonderer Gründe der Nachmieter geeignet sein. Das heißt er muss zum Beispiel nachweislich in der Lage sein die geforderte Miete bezahlen zu können (meist wird hier eine Schufa Auskunft des potentiellen Nachmieters verlangt). Der Vermieter kann prüfen, ob der Nachmieter geeignet ist und hat dazu eine dreimonatige Überlegungsfrist. Nachdem feststeht, dass der Nachmieter geeignet ist, ist der Vermieter jedoch immer noch nicht verpflichtet, ihm auch die Wohnung zu vermieten. Der Mieter jedoch kann ab diesem Zeitpunkt nicht mehr in die Pflicht genommen werden die Miete weiter zahlen zu müssen.
Übrigens stellt auch der Umzug in ein eigenes Heim, keinen besonderen Grund dar eine Mietwohnung ohne Einhaltung der Kündigungsfrist zu verlassen.
Diese rechtlichen Grundlagen sind zu beachten, wenn Sie günstigere oder provisionsfreie Wohnungen mieten möchten und vorhaben die Kündigungsfrist zu umgehen, indem sie einen Nachmieter stellen.

Mieten & Vermieten Mieten/Vermieten Mietrecht

Kann ich mir als Mieter einen Naturpool bauen?

Juni 26, 2012

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Das Wort Naturpool ist neueren Ursprungs. Es wurde erstmals im Jahr 2000 gebraucht und bezeichnet eine Mischung zwischen einem Schwimmteich, einem Badegewässer mit natürlicher Uferzone, und einem Swimmingpool, einem Schwimmbecken mit chemischer Wasseraufbereitung. Beim Naturpool wird das Wasser durch biologische Vorgänge gereinigt.

Wie ist das Nutzungsrecht deklariert?
Die Frage, ob man als Mieter einen Naturpool anlegen kann oder nicht, ist nicht einfach mit Ja oder Nein zu beantworten, sondern hängt von den individuellen Umständen ab. Es gibt sowohl Gerichtsurteile, die dem Mieter dieses Recht zusprechen, andere Urteile dagegen verweigern es. Bei der Beantwortung der Frage sollte man einige grundsätzliche Dinge beachten. Zum Beispiel ist es wichtig, ob der Garten, in dem der Naturpool errichtet werden soll, dem Mieter zur alleinigen Nutzung überlassen ist oder ob er zur gemeinschaftlichen Nutzung für alle Mieter des Hauses vorgesehen ist.

Wie kann man sein Ziel erreichen?
Als erstes sollte man sich den Mietvertrag gründlich durchlesen, besonders die Klauseln zur Gartennutzung. Um Konfrontationen und Probleme zu vermeiden, sollte man unbedingt vor Beginn der Baumaßnahmen das Gespräch mit dem Vermieter suchen. Dabei wird man schnell erfahren, ob der Vermieter für oder gegen das Vorhaben ist. Für einen Naturpool spricht zum Beispiel, das damit die Immobilie aufgewertet wird und eine hochwertige Möglichkeit der Freizeitgestaltung geschaffen wird. Dagegen spricht, dass eine solche Anlage fachmännisch angelegt und gewartet werden muss, da sie sich sonst in einen übel riechenden Tümpel verwandeln kann. Die meisten Bedenken werden Vermieter jedoch in Bezug auf den Zustand des Gartens haben. Sie wollen fast immer, dass der Garten bei Auszug des Mieters in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt wird. Das Problem kann man jedoch lösen, wenn man sich schriftlich zum sogenannten Rückbau bei Auszug verpflichtet. Außerdem sollte man sich schriftlich verpflichten, alle laufende Kosten zur Unterhaltung des Naturpools zu übernehmen.

Lohnt sich eine solche Anlage überhaupt?
Grundsätzlich gilt, dass man als Mieter nicht Eigentümer des Pools ist. Man kann ihn zwar nutzen, muss ihn aber beim Auszug wieder rückbauen. Eine Ausnahme wäre eventuell dann gegeben, wenn sich der Nachmieter schriftlich bereit erklären würde, den Naturpool zu übernehmen. Der Vermieter muss damit ebenfalls einverstanden sein. Zu Bedenken sind auch die nicht unerheblichen Kosten. Für einen Quadratmeter Poolfläche kann man zwischen 100 bis 500 Euro einkalkulieren. Besteht der Vermieter beim Auszug darauf, den Naturpool zurückzubauen, ist das Geld praktisch verloren. Am besten ist es, diese Fragen rechtzeitig zu klären. Es macht keinen Sinn, auf Konfrontationskurs zu gehen und das Recht auf einen Naturpool vor Gericht erstreiten zu wollen. Damit würde das Verhältnis zwischen Mieter und Vermieter nur unnötig belastet.

Was sollte man beim Naturpool beachten?
Ein Naturpool ist eine schöne Sache und kann in der warmen Jahreszeit viel Freude breiten. wichtig ist jedoch, dass man sich schon im Vorfeld mit dem Vermieter einig wird, um Probleme zu vermeiden. Besonders wichtig ist es vorab zu klären, was im Fall des Auszugs des Mieters geschehen soll. Man sollte sich auch darüber im Klaren sein, dass ein solcher Pool erhebliche Kosten/a> sowohl beim Bau als auch beim Unterhalt verursacht. Ideal ist es, wenn man sich einen solchen Pool im eigenen Garten anlegt.

Dekoration Mieten & Vermieten Mieten/Vermieten

Aquarium und Wasserbett: Was ist in Mietwohnungen zu beachten?

Mai 25, 2012

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Aquarien sind immer noch ein gern gesehenes Accessoire in Deutschlands Wohnzimmern. Wo die kleineren Aquarien bis 200 Liter noch als eher unproblematisch einzustufen sind, stellen den Aquarianer Becken ab 200- bis über 1200 Liter nicht nur vor statische Probleme, auch der Vermieter könnte unter Umständen das ein oder andere Problem mit dem liebgewonnen Hobby haben. Ähnlich verhält es sich mit Wasserbetten, die im Falle eines Bruchs der Wasserkammer erhebliche Schäden, nicht nur in der eigenen Wohnung, verursachen.

Egal ob Aquarium oder Wasserbetten, der Wasserinhalt solcher Einrichtungsgegenstände ist oft erheblich. Besonders gefährlich wird es dann, wenn man die enorme Belastung für den Deckenboden nicht genauestens kalkuliert. Aquarien bis 200 Liter Beckeninhalt sollten problemlos in jeder Wohnung aufgestellt werden können. Bei allem, was darüber hinausgeht, sollte man sich schon genaue Informationen über die Statik des Gebäudes einholen. Konkret stellt sich hier die Frage, aus welchem Material der Deckenboden, auf den das Aquarium oder auch Wasserbetten gestellt werden sollen, gefertigt wurde. Eine Holzdecke beispielsweise ist lang nicht so tragfähig wie eine massive Betondecke. Hierbei ist zu beachten, dass ein 300 Liter Aquarium die Bodendecke allein durch den Wasserinhalt mit 300 kg Gewicht belastet. Und das auf einer verhältnismäßig kleinen Fläche. Hinzu kommen das Leergewicht des Aquariums und eventuell Einrichtungsgegenstände, sodass sehr leicht ein Gewicht von 500 Kilogramm erreicht wird. Im Zweifelsfall empfiehlt sich stets die Rekrutierung eines Statikers, insbesondere bei Beckengrößen jenseits der 600 Liter. Auch Wasserbetten beinhalten in der Regel ein Volumen von 500 Litern und mehr, auch hier ist im Zweifelsfall ein Statiker mit der Begutachtung zu betrauen.

Bei den gerade erwähnten Literzahlen führt ein Defekt, sowohl beim Aquarium, als auch beim Wasserbett, zu erheblichen Schäden der Wohnung und zu gewaltigem Ärger mit dem Vermieter. Als Faustregel gilt zwar, Aquarien bis 200 Liter sind nicht zwangsläufig meldepflichtig, Sie sollten dem Vermieter jedoch aus Fairnessgründen im Vorfeld mitgeteilt werden, beziehungsweise eine Erlaubnis dafür einholen. Eventuelle Schäden am Aquarium oder am Wasserbett sollten mit einem ZUSATZ in der Hausrat bzw. Haftpflichtversicherung versichert werden. Viele Versicherungen bieten diesen Service bereits für wenig Geld zusätzlich an. Bei einigen Versicherungen ist ein Aquarium auch automatisch mit abgesichert, so lange wie es der Versicherung gemeldet wurde. Sollte tatsächlich ein Wasserschaden durch derartige Einrichtungsgegenstände hervorgerufen werden, so ist der Mieter alleine für die Beseitigung dieser Schäden verantwortlich, und dies kann schnell sehr teuer werden.

Hausbau Renovieren & Sanieren

BGH: Vermieter müssen Modernisierung nur stichwortartig ankündigen

September 30, 2011

cc by flickr/ Wonderlane

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Will ein Vermieter in einem Haus Modernisierungsmaßnahmen durchführen, dann stößt dies bei einigen Mietern nicht gerade auf Begeisterung, denn mit den Umbauten sind nicht nur Krach, Lärm und Dreck in der eigenen Wohnung verbunden, sondern auch oft Mieterhöhungen. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in dieser Angelegenheit nun in einem Urteil die Vermieter gestärkt.

In dem konkreten Fall ging es um einen Vermieter, der seine Mieter nur kurz und knapp über geplante Baumaßnahmen informierte. Er teilte im Vorfeld mit, dass ein Balkon am Haus befestigt werde sowie Heizungsrohre und Elektroinstallationen in die Wand verlegte würden. Zudem kündigte er die daraus resultierende Mieterhöhung und die nötige Bauzeit an.

Dem BGH reichten diese Informationen vollkommen aus. Über die Umbauten müsse so informiert werden, dass sich die Mieter ein realistisches Bild machen könnten. Dies könne auch stichwortartig geschehen. Wichtig sei, dass diese Ankündigung drei Monate vor Baubeginn erfolge und neben den Baumaßnahmen auch noch voraussichtliche Dauer und die Höhe der Mieterhöhung angekündigt würde.