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Hausbau

Ein Haus planen und von Grund auf gestalten!

Mai 14, 2012

cc by geograph.co.uk / Michael Trolove

Die Chance, ein Haus neu bauen zu können, sollte man von Grund auf in jeder Phase nutzen. Das beginnt schon bei den Vorplanungen, bei denen jedes Mitglied der Familie seine Wünsche frei äußern kann. Hat man einmal aus all diesen Ideen einen ersten konkreten Entwurf erarbeitet, dann folgt der Gang zum Architekten. Der Architekt ist derjenige, der aus Wünschen und Ideen einen konkreten Bauplan erstellen kann. Dieser Plan muss allerdings mit dem Bebauungsplan der Gemeinde in Einklang stehen, denn sonst wird das Bauaufsichtsamt nie und nimmer seine Genehmigung zum Bau des neuen Traumhauses geben. Der Architekt ist also in dieser Phase auch ein Berater des Bauherrn – er macht Vorschläge, wie die Wünsche am besten Realität werden können.

Bauplan, Genehmigung und Start

Hat die Gemeinde die Genehmigung zum Bau des Hauses anhand der Pläne des Architekten erteilt, dann können die Aufträge an eine Baufirma erteilt werden. Doch man kann auch überlegen, selbst viel Hand anzulegen auf der Baustelle. Dabei können Firmen beraten, die unter anderem mit Baumaschinen handeln. Denn diese wissen genau, welchen Bedarf man bei einem Hausbau hat. Gleich nach dem Ausheben der Baugrube müssen Fundament und Keller gegossen und hochgezogen werden. Spätestens aber am dem Erdgeschoss kann der Bauherr in der Tat selbst mit bauen und den Handwerkern die ein oder andere Arbeit abnehmen. Damit man hier nicht auch viel Geld ausgibt, sollte man überlegen, die Baumaschine auch gebraucht zu kaufen – in dieser Hinsicht beraten die Bauhandlungen bestens.

Jede Baumaschine hat nur eine begrenzte Lebensdauer. Doch viel länger als den eigenen Hausbau muss sie auch gar nicht überleben. Zudem lassen sich gebrauchte Sachen schließlich auch wieder gebraucht weiter verkaufen. Vielleicht mag der neue Nachbar sich sogar an der Baumaschine beteiligen. Geteilte Kosten sind dann doppelte Ersparnis. Spätestens beim Einrichten des Hauses, wenn man genügend Geld für alle Möbel hat, weiß man, dass man sich richtig entschieden hat.

Mieten & Vermieten Mietrecht

Hausverbot gegen laute Besucher?

März 6, 2012

cc by flickr/ lisaclarke

cc by flickr/ lisaclarke

Lärm gehört sicherlich zu den häufigsten Ursachen von Nachbarschaftsstreit. Meist lassen sich solche Störungen schnell durch ein Gespräch beseitigen. Was jedoch, wenn der Lärm immer dann auftritt, wenn ein bestimmter Besucher einen der Nachbarn besucht? Als Wohnungseigentümerschaft darf man gegen diesen nicht einfach so ein Hausverbot verhängen. Dies geht aus einem Urteil des Landgerichts Koblenz hervor, über das die Fachzeitschrift „NJW-Rechtsprechungs-Report Zivilrecht“ berichtet.

In dem konkreten Fall ging es um eine Wohnungseigentümergemeinschaft, die sich durch den Besuch von einer bestimmten Person gestört fühlte. Es handelte sich dabei um einen guten Freund einer Eigentümerin, der nach Angaben der einzelnen Parteien regelmäßig für Lärm im Haus verantwortlich war. Die Eigentümergemeinschaft sprach gegen ihn schließlich ein Hausverbot aus, gegen das sich die betroffene Eigentümerin vor Gericht werte.

Die Richter waren am Ende der Ansicht, dass man nicht einfach gegen den Besuch eines Bewohners ein Hausverbot verhängen könne, selbst dann wenn er im Verdacht stehe für Lärm zu sorgen. Ein entsprechendes Verbot sei nur als allerletztes Mittel möglich, wenn alle anderen Methoden ausgeschöpft seien. Letzteres konnte die Eigentümergemeinschaft jedoch nicht nachweisen.

Mieten & Vermieten Mietrecht

Lauter Mieter muss Mietminderung von anderen Parteien ersetzen

November 29, 2011

cc by flickr/ katerha

cc by flickr/ katerha

Nachbarn, die stets laut sind, sind in Mehrfamilienhäusern besonders lästig. Wer jedoch ständig seine Nachbarn durch laute Geräusche belästigt, muss am Ende womöglich zahlen. Dies geht aus einem Urteil des Amtsgerichts Bremen hervor, auf das die Arbeitsgemeinschaft Mietrecht und Immobilien im Deutschen Anwaltsverein hinweist.

In dem konkreten Fall hatte ein Mieter seine Nachbarn über längere Zeit massiv durch laute Musik, Türenknallen und Geschrei gestört. Diese entschlossen sich daraufhin die Miete um 20 Prozent zu kürzen. Die Vermieterin kündigte daraufhin dem lärmenden Mieter und verlangte darüber hinaus, dass er die durch die Mietminderung entstandenen Kosten erstatte.

Der Fall landete vor Gericht und die Richter gab der Vermieterin Recht. Der Mieter habe über längere Zeit den Hausfriede gestört und somit seine Pflicht verletzt. Daraus sei der Vermieterin ein finanzieller Schaden entstanden, den er nun in voller Höhe als Schadenersatz zurückzahlen müsse. Also, rücksichtsloses Verhalten kann auch hier teuer werden…

Mieten & Vermieten

Urteil: Rauchen in Mietwohnung darf nicht verboten werden

Oktober 10, 2011

cc by flickr/ matze_ott

cc by flickr/ matze_ott

Solange man seine Umwelt nicht massiv belästigt oder stört, können Mieter in ihren Wohnungen tun und lassen was sie wollen. Dies gilt auch für das Rauchen in der eigenen Wohnung. So weist der Mieterverein München auf ein Urteil des Landgerichts Berlin hin, das besagt, dass Vermieter ihren Mietern das Rauchen in der Wohnung nicht untersagen dürfen.

Damit seien auch Klauseln oder Vorschriften zu fest gesetzten Lüftungszeiten unzulässig. In dem konkreten Fall hatte sich ein Nachbar durch den ständigen Qualm seines Nebenmieters so gestört gefühlt, dass er den Vermieter aufforderte dem Mitmieter das Rauchen im Balkonzimmer der eigenen Wohnung zu untersagen. Auch regelmäßiges Lüften sollte vorgeschrieben werden.

Die Richter gaben am Ende dem rauchenden Nachbarn Recht. Der Vermieter könne seinen Mietern nicht untersagen in der Wohnung zu rauchen, noch sei ein Zwang zu lüften möglich. Rauchen gehöre zum vertragsmäßigen Gebrauch einer Wohnung. Ein Verbot stelle einen Eingriff in die allgemeinen Persönlichkeitsrechte dar.

Hausbau Renovieren & Sanieren

Fassadendämmung und Grundstücksgrenzen

Oktober 7, 2011

cc by flickr/ Josef Türk Reit im Winkl Chiemgau

cc by flickr/ Josef Türk Reit im Winkl Chiemgau

Dämmung ist für viele Hausbesitzer aktuell ein großes Thema, jedoch kann es dabei auch schon mal zum Streit mit den Nachbarn kommen, nicht nur durch möglichen Krach bei den Bauarbeiten, sondern auch beim Thema Fassadendämmung, wie die Arbeitsgemeinschaft für Bau- und Immobilienrecht im Deutschen Anwaltverein weiß.

Durch die Dämmung der Fassade kann es nämlich in manchen Fällen vorkommen, dass die Grenze zum Nachbargrundstück überschritten wird. Normalerweise darf dies nicht sein, doch laut den Experten sehen immer mehr Länder in diesem Fall Ausnahmeregelungen vor.

Wird der Nachbar nicht eingeschränkt, sei die Dämmung über die eigene Grundstückgrenze hinaus danach möglich. Um solche Probleme zu vermeiden, sollte man sich zum einen mit dem Nachbarn darüber unterhalten und am besten sich beim Bauamt über die entsprechenden Vorschriften in seiner Region informieren.

Mieten & Vermieten Mieten/Vermieten

Streitpunkt: Dekoration, Blumen und Kinderwagen im Hausflur

September 7, 2011

cc by flickr/ onnola

cc by flickr/ onnola

Sei es aus praktischen oder rein ästhetischen Gründen, immer wieder sorgen in deutschen Mietshäusern Gegenstände im Hausflur für Streitereien. Manchmal versperren Kinderwagen oder große Blumenkübel den Weg, manchmal bringt der Nachbar Dekorationen im Hausflur an, die nicht gerade den eigenen Geschmack treffen. Was erlaubt ist und was nicht, darauf weist aktuell der Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen in Berlin hin.

Grundsätzlich sind Treppenhäuser und Hausflure Fluchtwege, deren Zugänge und Wege nicht durch Gegenstände verstellt werden dürfen. So sind große Dekorationen oder Pflanzen eigentlich nicht erlaubt. Dies gilt auch für Schränke, Schuhe oder Garderoben.

Jedoch betont der Verband, dass in Einzelfällen, die nicht den Weg versperren auch Ausnahmen zwischen Mietern und Vermieter vereinbart werden. Besonders bei Dekorationen müssen diese allen Bewohnern des Hauses gefallen.

Personen, die auf Rollstühle oder Rollatoren angewiesen sind, hätten hingegen einen Anspruch auf einen Abstellplatz im Hausflur. Ähnliches gelte auch für Kinderwagen, bei denen keine zumutbare Abstellmöglichkeit vorhanden ist. Wichtig sei stets, dass die Fluchtwege frei gehalten werden.

Mieten & Vermieten Mietrecht

Urteil: Rollläden dürfen auch in der Nachtruhe heruntergelassen werden

August 9, 2011

cc by flickr/ cyberuly

cc by flickr/ cyberuly

Streitereien zwischen Nachbarn sind in Deutschland an der Tagesordnung, wobei manche von ihnen fast schon in Kleinkriege ausarten. Haben einige Einwände ihre Berechtigung, fragt man sich bei anderen manchmal, wie aus Nichtigkeiten solch großes Getöse entstehen kann. Am Ende müssen hier meist die Richter ein Machtwort sprechen, wie auch in einem Fall am Amtsgericht Düsseldorf, auf den der Deutsche Mieterbund hinweist.

In dem konkreten Fall ging es um einen Nachbarn, der es für unzumutbar hielt, dass die umliegenden Mieter nach 22 Uhr ihre Rollläden betätigten. Zwischen 22 und 6 Uhr herrsche Nachtruhe. Zudem würde sein Kind jedes Mal aufwachen und habe dann wieder Probleme beim Einschlafen.

Die Richter sahen dies jedoch anders: Auch wenn Rollläden natürlich laut seien, gehöre deren Betätigung zum normalen Gebrauch der Wohnung. Zudem liege es in der Natur der Sache, dass Rollläden besonders zur Nachtzeit und dann eben auch nach 22 Uhr benutzt werden. Mietern in einer Wohnung könne nicht vorgeschrieben werden, um welche Uhrzeit sie ihre Räume abzudunkeln haben.

Mieten & Vermieten Mietrecht

Grillen im Freien. Das müssen Mieter beachten

Mai 31, 2011

cc by wikimedia/ Jon Sullivan

cc by wikimedia/ Jon Sullivan

Für die meisten Deutschen gehört das Grillen im Sommer einfach dazu. Doch als Mieter bekommt man dabei häufiger Probleme, da der Geruch und der Rauch nicht selten die Nachbarn belästigen. Als Mieter sollte man hierbei also am besten immer seine Rechte und Pflichten kennen. Darauf weist aktuell der Deutsche Mieterbund hin.

Grundsätzlich dürfen Mieter im Freien grillen, egal auf Terrasse, Balkon oder im Garten. Die einzige Ausnahme ist, wenn das Grillen ausdrücklich im Mietvertrag verboten ist. Dann muss man sich auch daran halten, denn sonst kann der Vermieter einem im Ernstfall sogar kündigen.

Zudem muss man darauf achten, dass der Rauch nicht in eine der Nachbarwohnungen zieht. In solch einem Fall muss man ebenfalls auf den Grillspaß zumindest mit Kohle verzichten, denn eine deutliche Beeinträchtigung durch Rauch, Ruß oder Qualm ist eine Ordnungswidrigkeit und kann sogar ein Bußgeld nach sich ziehen. Dies gilt auch wenn man nur an wenigen Tagen im Jahr grillt. Stört es den Nachbarn nützt eine Vorankündigung ebenfalls nichts.

Am besten ist es also man einigt sich mit den Nachbarn oder wechselt eben im Notfall zum Elektrogrill. Gemeinsames Grillen mit den Nachbarn kann ebenfalls eine mehr als gute Lösung sein. Na dann, guten Hunger!