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Mieten & Vermieten

Mietswohnung: Kündigung und Nachmieter

Juli 23, 2012

cc by moebel-base.de

Immer wieder kursiert der Irrglauben, dass Mieter eine Wohnung kündigen können, ohne die gesetzliche Kündigungsfrist einhalten zu müssen, wenn sie einen Nachmieter stellen. Die Rechtslage jedoch sieht etwas anders aus.
Ist im Mietvertrag eine Nachmieterklausel vereinbart geht dieses ohne Weiteres, jedoch ohne diese Klausel bedarf es besondere Gründe die Kündigungsfrist ausnahmsweise zu umgehen. Aufgrund des Anstiegs von Problemmietern (wie z.B. Mietnomaden oder zwahlungsunfähige Mieter) wird eine Nachmieterklausel jedoch nur noch sehr selten in Verträgen zu finden sein.

Besondere Gründe zur Kündigung liegen vor, wenn der Mieter z.B. berufsbedingt einen Ortswechsel vornehmen muss, der Umzug ins Alten oder Pflegeheim notwendig ist, der Mieter heiraten will oder sich Familienzuwachs ankündigt. Nur aus diesen besonderen Gründen und auch nur als Ausnahmefall kann der Mieter einer Wohnung die Kündigungsfrist umgehen. Natürlich gibt es viele Vermieter, die mit sich reden lassen, und die dann gerne auch aus Kulanz einräumen, einen Nachmieter zu akzeptieren – einen gesetzlichen Anspruch auf dieses Vorgehen gibt es aber definitiv nicht.
Außerdem muss auch bei Vorliegen besonderer Gründe der Nachmieter geeignet sein. Das heißt er muss zum Beispiel nachweislich in der Lage sein die geforderte Miete bezahlen zu können (meist wird hier eine Schufa Auskunft des potentiellen Nachmieters verlangt). Der Vermieter kann prüfen, ob der Nachmieter geeignet ist und hat dazu eine dreimonatige Überlegungsfrist. Nachdem feststeht, dass der Nachmieter geeignet ist, ist der Vermieter jedoch immer noch nicht verpflichtet, ihm auch die Wohnung zu vermieten. Der Mieter jedoch kann ab diesem Zeitpunkt nicht mehr in die Pflicht genommen werden die Miete weiter zahlen zu müssen.
Übrigens stellt auch der Umzug in ein eigenes Heim, keinen besonderen Grund dar eine Mietwohnung ohne Einhaltung der Kündigungsfrist zu verlassen.
Diese rechtlichen Grundlagen sind zu beachten, wenn Sie günstigere oder provisionsfreie Wohnungen mieten möchten und vorhaben die Kündigungsfrist zu umgehen, indem sie einen Nachmieter stellen.

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Ungeziefer in der Mietwohnung

Juli 14, 2012

cc by fotopedia.com / Nicholas Hoizey

Ungeziefer in der eigenen Wohnung schadet der Gesundheit. Ein geringer Schädlingsbefall (z.B. Ameisen, Motten oder Silberfische) kann schnell mit haushaltsüblichen Schädlingsbekämpfungsmitteln über den Versandshop entgegengewirkt werden. Doch wenn die Übeltäter (z.B. Milben, Flöhe) zu einer Plage werden, ist schnelles Handeln gefordert. Was ist in diesem Fall zu tun? Der Mieter muss den Vermieter umgehend schriftlich über den genauen Zustand informieren. Der Vermieter erhält in der Regel eine Frist von zwei Wochen, um den Mietmangel zu beheben.

Wann darf der Mieter die Miete mindern?

Ein Ungezieferbefall in einer Mietwohnung ist ein Mangel an der Mietsache. Kommt der Vermieter seiner Verpflichtung nicht nach, die Schädlinge innerhalb der gesetzten Frist zu entfernen, kann der Mieter seine Miete entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen mindern, bis die Wohnqualität wieder hergestellt ist.

Wann haftet der Vermieter für die Schädlingsbekämpfung?

Die Kosten für die Beseitigung von Ungeziefer trägt immer der Vermieter, wenn es sich bei der Schädlingsbekämpfung um Instandhaltungs- bzw. Mängelbeseitigungskosten aufgrund von baulichen Mängeln handelt. Die Kosten darf der Vermieter in diesem Fall nicht auf die Mieter umlegen. Ist die Frist für die Ungezieferbeseitigung seitens des Vermieters abgelaufen, kann der Mieter eine Fachfirma selbst beauftragen und die Kosten dem Vermieter in Rechnung stellen.

Wann sind Kosten für die Schädlingsbekämpfung umlagefähig?

Aufwendungen für die Beseitigung von Schädlingen sind nur dann als Betriebskosten umlagefähig, wenn sie prophylaktisch, d.h. wiederholend und zum Nutzen für alle Mietparteien entstanden sind.

Wann trägt der Mieter die Kosten für die Schädlingsbeseitigung?

Grundsätzlich ist der Mieter einer Wohnung dafür verantwortlich, seine Wohnung in einem sauberen Zustand zu halten. Kommt der Mieter seiner Verpflichtung nicht nach, und ist der Mieter nachweislich der Verursacher für den Schädlingsbefall, muss der Mieter die Kosten für den Kammerjäger selbst tragen.

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Kann ich mir als Mieter einen Naturpool bauen?

Juni 26, 2012

cc by fotopedia / Joi Ito

Das Wort Naturpool ist neueren Ursprungs. Es wurde erstmals im Jahr 2000 gebraucht und bezeichnet eine Mischung zwischen einem Schwimmteich, einem Badegewässer mit natürlicher Uferzone, und einem Swimmingpool, einem Schwimmbecken mit chemischer Wasseraufbereitung. Beim Naturpool wird das Wasser durch biologische Vorgänge gereinigt.

Wie ist das Nutzungsrecht deklariert?
Die Frage, ob man als Mieter einen Naturpool anlegen kann oder nicht, ist nicht einfach mit Ja oder Nein zu beantworten, sondern hängt von den individuellen Umständen ab. Es gibt sowohl Gerichtsurteile, die dem Mieter dieses Recht zusprechen, andere Urteile dagegen verweigern es. Bei der Beantwortung der Frage sollte man einige grundsätzliche Dinge beachten. Zum Beispiel ist es wichtig, ob der Garten, in dem der Naturpool errichtet werden soll, dem Mieter zur alleinigen Nutzung überlassen ist oder ob er zur gemeinschaftlichen Nutzung für alle Mieter des Hauses vorgesehen ist.

Wie kann man sein Ziel erreichen?
Als erstes sollte man sich den Mietvertrag gründlich durchlesen, besonders die Klauseln zur Gartennutzung. Um Konfrontationen und Probleme zu vermeiden, sollte man unbedingt vor Beginn der Baumaßnahmen das Gespräch mit dem Vermieter suchen. Dabei wird man schnell erfahren, ob der Vermieter für oder gegen das Vorhaben ist. Für einen Naturpool spricht zum Beispiel, das damit die Immobilie aufgewertet wird und eine hochwertige Möglichkeit der Freizeitgestaltung geschaffen wird. Dagegen spricht, dass eine solche Anlage fachmännisch angelegt und gewartet werden muss, da sie sich sonst in einen übel riechenden Tümpel verwandeln kann. Die meisten Bedenken werden Vermieter jedoch in Bezug auf den Zustand des Gartens haben. Sie wollen fast immer, dass der Garten bei Auszug des Mieters in den ursprünglichen Zustand zurückversetzt wird. Das Problem kann man jedoch lösen, wenn man sich schriftlich zum sogenannten Rückbau bei Auszug verpflichtet. Außerdem sollte man sich schriftlich verpflichten, alle laufende Kosten zur Unterhaltung des Naturpools zu übernehmen.

Lohnt sich eine solche Anlage überhaupt?
Grundsätzlich gilt, dass man als Mieter nicht Eigentümer des Pools ist. Man kann ihn zwar nutzen, muss ihn aber beim Auszug wieder rückbauen. Eine Ausnahme wäre eventuell dann gegeben, wenn sich der Nachmieter schriftlich bereit erklären würde, den Naturpool zu übernehmen. Der Vermieter muss damit ebenfalls einverstanden sein. Zu Bedenken sind auch die nicht unerheblichen Kosten. Für einen Quadratmeter Poolfläche kann man zwischen 100 bis 500 Euro einkalkulieren. Besteht der Vermieter beim Auszug darauf, den Naturpool zurückzubauen, ist das Geld praktisch verloren. Am besten ist es, diese Fragen rechtzeitig zu klären. Es macht keinen Sinn, auf Konfrontationskurs zu gehen und das Recht auf einen Naturpool vor Gericht erstreiten zu wollen. Damit würde das Verhältnis zwischen Mieter und Vermieter nur unnötig belastet.

Was sollte man beim Naturpool beachten?
Ein Naturpool ist eine schöne Sache und kann in der warmen Jahreszeit viel Freude breiten. wichtig ist jedoch, dass man sich schon im Vorfeld mit dem Vermieter einig wird, um Probleme zu vermeiden. Besonders wichtig ist es vorab zu klären, was im Fall des Auszugs des Mieters geschehen soll. Man sollte sich auch darüber im Klaren sein, dass ein solcher Pool erhebliche Kosten/a> sowohl beim Bau als auch beim Unterhalt verursacht. Ideal ist es, wenn man sich einen solchen Pool im eigenen Garten anlegt.

Hausbau Renovieren & Sanieren

BGH: Vermieter müssen Modernisierung nur stichwortartig ankündigen

September 30, 2011

cc by flickr/ Wonderlane

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Will ein Vermieter in einem Haus Modernisierungsmaßnahmen durchführen, dann stößt dies bei einigen Mietern nicht gerade auf Begeisterung, denn mit den Umbauten sind nicht nur Krach, Lärm und Dreck in der eigenen Wohnung verbunden, sondern auch oft Mieterhöhungen. Der Bundesgerichtshof (BGH) hat in dieser Angelegenheit nun in einem Urteil die Vermieter gestärkt.

In dem konkreten Fall ging es um einen Vermieter, der seine Mieter nur kurz und knapp über geplante Baumaßnahmen informierte. Er teilte im Vorfeld mit, dass ein Balkon am Haus befestigt werde sowie Heizungsrohre und Elektroinstallationen in die Wand verlegte würden. Zudem kündigte er die daraus resultierende Mieterhöhung und die nötige Bauzeit an.

Dem BGH reichten diese Informationen vollkommen aus. Über die Umbauten müsse so informiert werden, dass sich die Mieter ein realistisches Bild machen könnten. Dies könne auch stichwortartig geschehen. Wichtig sei, dass diese Ankündigung drei Monate vor Baubeginn erfolge und neben den Baumaßnahmen auch noch voraussichtliche Dauer und die Höhe der Mieterhöhung angekündigt würde.

Mieten & Vermieten

Arbeitslose und Tagesmütter als Mieter nicht gewollt

Februar 10, 2009

Makler haben bei zukünftigen Mietern klare Wunschvorstellungen. Beliebt sind Beamte und Rentner. Tagesmütter und Arbeitslose sind nicht gewollt. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Maklerbefragung von Immowelt.de, einem der meistbesuchten Immobilienportale.

Schlechte Karten bei der Wohnungssuche: Nur 1,8 Prozent der deutschen Makler vermittelt gerne Arbeitslose an ihre Auftraggeber. Das geringe Einkommen wirkt abschreckend. Makler berücksichtigen mögliche Vorbehalte der Vermieter und haben deshalb klare Wunschvorstellungen bei der Vermittlung von zukünftigen Mietern. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Befragung unter 1.090 Maklern von Immowelt.de, einem der führenden Immobilienportale.

Ähnlich unbeliebt sind Tagesmütter. Nur 2,2 Prozent der Wohnungsvermittler empfehlen diese gerne an ihre Auftraggeber. Makler rechnen mit einer übermäßig starken Abnutzung der Immobilie durch die Betreuungstätigkeit, die sie ihren Kunden nicht zumuten möchten. Auch Juristen – obgleich sie gut verdienen – zählen mit nur 8,7 Prozent Zustimmung eher zu den problematischen Mietern. Mögliche rechtliche Schritte, Mietminderungen und sonstige Zivilklagen schrecken hier wohl ab.

Am liebsten vermitteln die Makler Immobilien an vermeintlich zuverlässige Menschen mit gesichertem Einkommen. Ganz oben auf der Beliebtheitsskala rangieren deshalb Beamte (35 Prozent) und Rentner (33,2 Prozent). Aber auch Handwerker stehen hoch im Kurs: Ein Drittel der Makler hofft wohl, diese werden in der Wohnung öfters selbst Hand anlegen und so die Immobilie im Sinne des Vermieters pflegen. Die beliebtesten Mieter im Überblick (Mehrfachnennungen möglich):

1. Beamte (35,0 Prozent)
2. Rentner (33,2 Prozent)
3. Handwerker (33,1 Prozent)
4. Ärzte (25,2 Prozent)
5. Banker (21,6 Prozent)
6. Polizisten (20,0 Prozent)
7. Lehrer (11,2 Prozent)
8. Studenten (10,1 Prozent)
9. Juristen (8,7 Prozent)
10. Schauspieler (4,6 Prozent)
11. Musiker (3,4 Prozent)
12. Tagesmütter (2,2 Prozent)
13. Arbeitslose (1,8 Prozent)

Die Ergebnisse entstammen einer Umfrage von Immowelt.de, an der im November 2008 über 1.090 Makler teilgenommen haben.