Immobilienmarkt MĂŒnchen: Hohe Preise – Spitzenreiter sind Ein-Zimmer-Wohnungen
Ein-Zimmer-Wohnungen fĂŒr mehr als 13 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter – das ist Alltag auf dem MĂŒnchener Immobilienmarkt. Der Marktbericht von Immowelt.de, eines der fĂŒhrenden Immobilienportale, zeigt die GrĂŒnde fĂŒr die hohen Preise: mehr Singles, mehr ErwerbstĂ€tige und weniger Kinder.
MĂŒnchen verzeichnet eine der höchsten Kaufkraftraten der Republik, dafĂŒr mĂŒssen die MĂŒnchener fĂŒr Mieten und Wohneigentum tief in die Tasche greifen. Der Marktbericht von Immowelt.de, eines der fĂŒhrenden Immobilienportale, weist zwischen 2008 und 2009 hohe Steigerungen bei den Quadratmeter- und Kaufpreisen aus.
Im ersten Quartal 2009 haben die Ein-Zimmer-Wohnungen die Spitze bei den Mietpreisen ĂŒbernommen: Stattliche 13,45 Euro pro Quadratmeter kosten kleine Wohnungen im Durchschnitt. Das entspricht einer Steigerung von mehr als 7 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahresquartal.
Ein Grund fĂŒr diesen enormen Anstieg sind die vielen Wochenendpendler, die in MĂŒnchen arbeiten und nur einen Ort zum Schlafen benötigen. AuĂerdem kurbeln immer mehr Single-Haushalte die Nachfrage an: Im Jahr 2008 zogen 70.000 Singles nach MĂŒnchen – und nur 50.000 verlieĂen die Bayern-Metropole. Ein-Personen-Haushalte machen damit in MĂŒnchen einen Anteil von mehr als 54 Prozent aus (Quelle: Statistisches Amt MĂŒnchen).
Ebenfalls stark gestiegen sind die Mieten fĂŒr Drei- (+7,8 Prozent auf 12,32 Euro) und Vier-Zimmer-Wohnungen (+8,5 Prozent auf 12,54 Euro). Angesichts des geringen Anteils von Haushalten mit Kindern (16,6 Prozent laut Statistischem Amt MĂŒnchen), ist diese Entwicklung aber weniger auf neu entdeckten Familiensinn zurĂŒckzufĂŒhren. Wahrscheinlicher ist eine hohe Nachfrage junger, kinderloser Paare fĂŒr die Preissteigerung verantwortlich.
Die Mieten fĂŒr Wohnungen mit fĂŒnf oder mehr Zimmern stiegen durchschnittlich nur um 2,7 Prozent. Hier entwickelt sich die Nachfrage also weniger stark.
Auch die Angebotspreise fĂŒr Kaufimmobilien bewegen sich in MĂŒnchen auf sehr hohem Niveau. FĂŒr eine Eigentumswohnung mit vier Zimmern zahlt man durchschnittlich 3.589 Euro pro Quadratmeter (+2 Prozent), fĂŒr drei Zimmer 3.553 Euro (+4,6 Prozent). Stark gefallen ist hingegen der Quadratmeterpreis von Wohnungen mit fĂŒnf Zimmern: von 3.917 Euro auf 3.514 Euro (-10,3 Prozent). Der Grund hierfĂŒr liegt vor allem in der Erwartung sinkender Nachfrage im Zuge der Wirtschaftskrise.
Wer sich in MĂŒnchen ein Haus kaufen möchte, muss ĂŒber sehr hohe Mittel verfĂŒgen. Im Schnitt kostet ein Einfamilienhaus 655.263 Euro. Zum Vergleich: Im bundesdeutschen Durchschnitt sind es nur knapp 250.000 Euro.

