Sozialhilfe: Zahlung von doppelter Miete ist möglich

13. Juli 2010

Es ist schon eine blöde Situation, wenn man durch gesundheitliche Gründe gezwungen ist, aus seiner bisherigen Wohnung auszuziehen. Noch blöder ist es, wenn dies so abrupt passiert, dass man keine Zeit hat den Kündigungszeitraum der Wohnung miteinzubeziehen und nun bis zum Ablauf der Frist quasi die Miete für die alte und die neue Wohnung gleichzeitig zahlen muss.

Am allerblödsten ist es jedoch, wenn man in solch einer Situation Sozialhilfeempfänger ist und das Amt sich weigert die doppelte Miete zu übernehmen. Dies ist ab jetzt laut eines Urteils des Essener Landessozialgerichts nicht mehr möglich!

In dem konkreten Fall ging es um eine 90-Jährige Frau, die ihre Wohnung im zweiten Stock nicht mehr nutzen konnte und in ein Pflegeheim wechseln wollte. Das Amt weigerte sich nun die doppelte Miete wie oben beschrieben zu zahlen.

Die Richter gaben der Frau Recht. Das Amt sei für solche Leistungen im Krankheitsfall verpflichtet. Voraussetzung dafür sei jedoch, dass man sich bemühe die Kosten so gering wie möglich zu halten.

Immobilienrecht

Urteil: Mieterhöhung aufgrund von eigenen Einbauten unrecht

8. Juli 2010

ausgebrannte Wohnung by flickr, jphintzeImmer wieder kommt es vor, dass Vermieter die Miete erhöhen und dies anhand von Verbesserungsmaßnahmen festsetzen, die der Mieter selbst eingebaut hat. Er wird also doppelt zur Kasse gebeten. Dem schob der Bundesgerichtshof nun einen Riegel vor.

In dem konkreten Fall ging es um einen Mieter, der 1976 auf eigene Kosten das Badezimmer und eine Sammelheizung in die Wohnung eingebaut hatte. 2008 wollte die Vermieterin nun die Miete erhöhen und zwar anhand des Mietspiegels mit Bad und Sammelheizung.

Die Richter des Bundesgerichtshofs erklärten dies nun für unrechtmäßig. Verbesserungen, die Mieter auf eigene Kosten vorgenommen haben, dürfen nicht in die Mietberechnung einfließen. Der Deutsche Mieterbund zeigte sich sehr erfreut über dieses Urteil, da nun Vermieter, die eine unsanierte Wohnung vermieten, auch nur Miete für eben eine unsanierte Wohnung verlangen könnten.

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Tim Vinke: Mit dem Büro beweglich bleiben

7. Juli 2010

Mobile Office by design-milkDank Internet und zum Teil immer flexibler werdender Arbeitszeiten in manchen Branchen, müssen immer weniger Menschen ihren Alltag nur an einem festen Büroplatz verbringen. Nur irgendwie hat so ein Schreibtisch, der vertraut ist und auch die eigene Ordnung hat, dann doch immer etwas Gutes…

Diese beiden Aspekte hat der niederländische Designer Tim Vinke in seinem mobilen Büro vereint. Es ist so konzipiert, dass man es jederzeit zusammenstecken und an einen beliebigen Ort transportieren kann. Gleichzeitig hat man stets die Möglichkeit es neu zusammenzusetzen und so die Routine abermals zu durchbrechen.

Keine schlechte Idee, die man zwar für den Alltag noch etwas weiterdenken müsste ;-) , aber der Ansatz ist an sich ja schon mal extrem interessant und ein Hingucker ist es allemal. Auf der Homepage von Tim Vinke findet ihr natürlich noch mehr Bilder und weitere Arbeiten…

Via design milk

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Urteil: Mietminderung bei Schimmel in der Wohnung

2. Juli 2010

Schimmel in den eigenen vier Wänden ist nicht nur eklig und ärgerlich, sondern kann auch gesundheitliche Folgen haben. So sollte man den Schimmel auf jeden Fall dem Vermieter melden und wenn nichts dagegen unternommen wird die Miete um mindestens zehn Prozent mindern. Dies geht aus einem Urteil des Amtsgerichts Norderstedt hervor.

In dem konkreten Fall ging es um eine Familie, in deren Wohnung sich Schimmel an der Balkontür zum Wohnzimmer und vor allem an den Fensterlaibungen in Kinder- und Schlafzimmer gebildet hatte.

Dies hatten sie ihrem Vermieter gezeigt und, da nichts unternommen wurde, mehrere Monate über einen Teil der Miete in verschiedenen Höhen einbehalten, insgesamt 809 Euro. Der Vermieter sah dies aber nicht ein und so landete der Fall vor Gericht.

Ein Gutachter hatte bestätigt, dass der Schimmel auf einen nicht fachgerechten Einbau der Fenster zurückzuführen sei. Daher sahen die Richter die Mietminderung als gerechtfertigt an und gaben den Mietern recht. Also, bei Schimmel unbedingt handeln!

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Designermöbel Klassiker

1. Juli 2010
Eames Stuhl

Eames Stuhl

Dass Designermöbel oft mehr sind als ein einfaches Möbelstück, vielmehr ein modisches Statement, das exzellenten Einrichtungsgeschmack beweist, ist hinlänglich bekannt.

Die Möbel von Charles Eames, einem der bekanntesten Möbeldesigner überhaupt, legen den Schwerpunkt auf funktionelle Eleganz. Obwohl im Nachkriegsamerika Baumaterial knapp war, konnte Eames doch, unter anderem im Auftrag der Bundesregierung, innovative und hochwertige Möbel schaffen.

Der Gewinner des Wettbewerbs “Organic Design in Home Furnishings” wurde im Jahr 1940 Leiter der Kunstakademie für Industriedesign, wo er seine spätere Frau Ray Kaiser kennenlernte.

Darüber hinaus war Eames der erse Designer, der Dampf zum Formen von Schichtholz einsetzte, die daraus entstandenen Möbelentwürfe ordnete er seiner “Plywood Group” zu. Später wandte er sich der Arbeit mit Materialien wie Fiberglas und Aluminium zu.
Das größte, herausragendste Produkt, das bis heute Aktualität zeigt, ist der Lounge Chair. Gemeinsam mit seiner Frau Ray interpretierte er den bekannten Clubsessel völlig neu, und schuf, durch den Einsatz von drei ineinander liegenden Schichtholzschalen, ein neuartiges und entspannendes Sitzgefühl.

Optimale Federkraft wurde durch den Einsatz von Hartgummischeiben erzielt, den von ihm so genannten “Shockmounts”. Die selbe Technik wurde auch in den Armlehnen eingesetzt und das Sitzpolster mit Daunen gefüllt, wodurch der Lunge Chair flexibel und anpassungsfähig wurde. Das aus Aludruckguss bestehende Fußteil war dreh- und somit höhenverstellbar, der dazugehörige Ottomane konnte als Fußhocker verwendet werden. Charles Eames’ ursprüngliche Fassung des Stuhls, den er seit 1956 aus Palisander fertigte, wurde in den 80er Jahren kurzfristig durch Kirschholz ersetzt, da dieser Zeiten ein Einfuhrverbot für Tropenhölzer den Zugang zu Palisander unmöglich machte. Mittlerweile ist der Lounge Chair wieder aus Palisander erhältlich und der Möbelvertrieb Herman Miller, für den Eames den Lounge Chair entwickelte, stellt diesen noch immer auf dieselbe Weise her.

Während seiner Arbeit an Sofas und bequemen Stühlen führte Eames die Längsnähte des Bezugsstoffes an der Sitzkante ein, was ein Durchsitzen der Möbel verlangsamte und so die Langlebigkeit seiner Möbel erhöhte.

Darüberhinaus stellte er “Softpads” her, die zusätzlich als Polsterkissen erworben und für Konferenz-, Büro- und Loungestühle verwendet werden konnten. Charles Eames gilt in den USA bis heute als maßgeblicher Entwickler von Sitzmöbeln, obwohl er 1978 im Alter von 71 Jahren verstarb.

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