Bei den Cologne Oval Offices kommt Farbe ins Spiel
Der laufende Fassadenbau verdeutlicht, wie die neuen BĂŒrogebĂ€ude das Köln-Bayenthaler Rheinufer aufwerten.
Wenn Passanten derzeit in der Schönhauser StraĂe in Köln-Bayenthal verharren und staunend den Blick heben, dann geschieht das ausnahmsweise nicht, um den Kölner Dom zu betrachten. Der befindet sich zwar auch unmittelbar am Rheinufer, aber rund zwei Kilometer stromabwĂ€rts. In der Schönhauser StraĂe zieht die Fassade der Cologne Oval Offices Blicke auf sich: Die Montage der AuĂenhaut ist in vollem Gange.
Damit die Verkleidung der mÀanderförmigen Bauwerke der Architekten Sauerbruch Hutton im Juni plangerecht abgeschlossen ist, rollen nun die Lastwagen mit den dreigeschossigen Fassadenteilen an. Eine Spezialfirma im bayerischen Deggendorf setzt die neun Meter hohen Glaselemente bereits dort zusammen; quer durch Deutschland schaffen Lkw die Fassadenteile dann nach Köln. Ein Kran richtet sie am Rheinufer auf, bevor sie mit Hilfe eines Schlittens passgenau am Rohbau befestigt werden.
Ein Kleid aus buntem Glas: spektakulÀr anzusehen und Energie sparend
Im Mai sollen dann auch alle zur Fassade gehörigen 5.000 Sonnenschutzklappen installiert sein. Und so wird es pĂŒnktlich zum FrĂŒhjahrsbeginn wirklich bunt am Rheinufer: Die farbigen Paneele Ă€ndern je nach Lichteinfall ihre Farbe, so dass die komplette AuĂenhaut der HĂ€user mit den LichtverhĂ€ltnissen in Rot- und GrĂŒntönen changieren wird. Das Kleid aus buntem Glas sieht nicht nur spektakulĂ€r aus, sondern ĂŒbernimmt eine wichtige Funktion bei der Klimatisierung der dahinter liegenden BĂŒros fĂŒr rund 1.700 BeschĂ€ftigten. Ein SonnenstandswĂ€chter auf dem Dach prĂŒft stĂ€ndig, ob die Sonne scheint. Diese Information wird an eine Software weitergegeben, die den genauen Stand der Sonne zur gegebenen Jahres- und Tageszeit kennt und danach die glĂ€sernen KlapplĂ€den optimal ausrichtet. Und da jedes Paar KlapplĂ€den mit einem eigenen Motor ausgestattet ist, kann jeder Teil der Fassade auch individuell angewĂ€hlt und gesteuert werden. Im Ergebnis trĂ€gt die Fassade einen GroĂteil zur beispielhaften Energieeffizienz in den Cologne Oval Offices bei. Der Bedarf an PrimĂ€renergie wird bei nur 105 Kilowattsunden pro Jahr pro Quadratmeter liegen â die HĂ€lfte von dem, was andere klimatisierte BĂŒrogebĂ€ude benötigen.
Eigens entwickeltes Design der Deckensegel im Inneren
WĂ€hrend die entstehende Fassade allmĂ€hlich ein Bild der fertigen Cologne Oval Offices vermittelt, schreitet auch der Innenausbau termingerecht voran. Derzeit werden 2.500 Deckensegel produziert, getestet und installiert. Ihr Design ist eigens fĂŒr die Cologne Oval Offices entworfen worden. So will die MĂŒnchener MEAG sicherstellen, dass auch das innere Erscheinungsbild zum neuartigen ĂuĂeren der Cologne Oval Offices passt. Im Inneren der Cologne Oval Offices werden die Deckenelemente so aufgehangen, dass die RĂ€ume noch höher wirken, als sie tatsĂ€chlich sind. Der Innenausbau wird in erster Linie so gestaltet, dass eine ideale ArbeitsatmosphĂ€re fĂŒr die spĂ€ter in den Cologne Oval Offices tĂ€tigen Menschen geschaffen wird – wie es im umfassenden Konzept der Cologne Oval Offices angelegt ist. Denn einer der architektonischen Grundgedanken bei ihrer Planung besagt, dass nicht nur Menschen GebĂ€ude prĂ€gen, sondern GebĂ€ude auch Menschen. Die Architektur hat Einfluss haben auf die LeistungsfĂ€higkeit, die Kraft und die Dynamik der im Haus Arbeitenden. Dazu tragen die Deckensegel bei und haben darĂŒber hinaus einen praktischen Nutzen: In ihnen sind Schallschlucker, Beleuchtung, LĂŒftungstechnik und Sprinkleranlage untergebracht.
Niedriger PrimÀrenergiebedarf bringt EU-GreenBuilding-Zertifikat
Bei den Cologne Oval Offices ebenfalls an Ressourcen schonende MaĂnahmen angebunden: der Stromverbrauch. Die BĂŒroleuchten sind an das AuĂenlicht gekoppelt, so dass sich die Helligkeit und damit der Stromverbrauch der kĂŒnstlichen Lichtquellen am einfallenden Tageslicht orientiert. Die LĂŒftung der HĂ€user ist mit WĂ€rmerĂŒckgewinnungsanlagen ausgestattet; und damit nicht genug der innovativen GebĂ€udetechnik: Der herausragende Standort direkt am Rhein bietet neben der schönen Lage auch den Zugriff auf das Uferfiltrat. Dieses Grundwasser, gemischt mit Rheinwasser, das durch das Ufer des Flusses sickert, kann als KĂ€ltequelle genutzt werden und ist Bestandteil des Klimakonzeptes der GebĂ€ude.
Cologne Oval Offices: bereits zweifach ausgezeichnet
Der niedrige PrimĂ€renergiebedarf von nur rund 105 Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr hat den Cologne Oval Offices bereits zwei Auszeichnungen eingebracht: Die MEAG wurde fĂŒr den niedrigen PrimĂ€renergiebedarf der Cologne Oval Offices mit dem GreenBuilding-Zertifikat der EU ausgezeichnet, und die Standortinitiative der Bundesregierung, âDeutschland – Land der Ideenâ, hat die Cologne Oval Offices auf Grund des ausgefeilten Energiekonzeptes in die Liste der â365 ausgewĂ€hlten Orte des Jahres 2009â aufgenommen.
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