Gehwegplatten von Grünbelag befreien – Was ist zu beachten?

3. Juni 2013
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Besonders nach den langen feuchten Herbst- und Wintermonaten sind Gehwegplatten, Terrassen und sonstige Außenbereiche von Grünbelägen betroffen. Aber auch schattige Plätze und viel Regen in der warmen Jahreszeit begünstigen den Algen- und Mooswuchs. Während Verfärbungen zwar die Optik beeinträchtigen, kann Grünbelag bei leichter Nässe rutschig und zur Unfallgefahr werden. Neben der mechanischen Flächenreinigung mit dem Hochdruckreiniger vom Handwerker Versand, kann der Hobbygärtner ohne Weiteres auch auf chemische Mittel zurückgreifen. Wo liegen also die Vorteile der einzelnen Methoden und worauf ist jeweils zu achten?

Hochdruckreiniger als Allzweckwaffe

Mit dem Hochdruckreiniger erzielt man schnell gute Ergebnisse bei der Reinigung von Gehwegplatten und sonstigen Außenflächen. Durch den starken Druck des Wasserstrahls werden aber kleinste Partikel von der Oberfläche der Gehwegplatten abgetragen und die Fläche somit aufgeraut. Wo dies der Fall ist, können sich erneut Mikroorganismen ansiedeln. Bei bestimmten offenporigen Materialien und Untergründen stößt die mechanische Grünbelagentfernung an ihre Grenzen und es ist ein spezieller Aufsatz nötig.

Wenn man dieses Gerät einsetzt, muss man wissen, dass der Aufpralldruck direkt an der Düse am größten ist. Um die Flächen zu schonen, sollte man mit der Düse einen größeren Abstand zu den zu reinigenden Platten halten. Das Moos, das in den Poren der Steinplatten sitzt, kann mit einem Dreckfräser entfernt werden. Dieser arbeitet mit einem Rotationsstrahl und wird auf die Düse des Hochdruckreinigers gesteckt. Ein Vorteil ist, dass die mechanische Behandlung mit Hochdruck auch nicht-organische Verschmutzungen löst. Zwar müssen die Fugen von Pflaster und Bodenplatten unter Umständen neu gesandet werden, erstrahlen aber anschließend wie am ersten Tag.

Bewährte Hausmittel für Sparfüchse

Hausmittel haben den großen Vorteil, dass sie wenig kosten und die Umwelt schonen. Eine gängige Reinigungsmethode ist Schmierseife, die man in jeder Drogerie für wenig Geld bekommt. Davon etwas in eine Gießkanne mit warmem Wasser geben und das Seifenwasser auf die Gehwegplatten gießen. Diese dann mit einem Schrubber oder einer Bürste abbürsten und zum Schluss die Platten mit klarem Wasser abspülen.

Auch sehr günstig und wirksam bei Moos ist Essigwasser. Hierfür Essig und Wasser in einem Verhältnis von 1:10 mischen, auf die Platten gießen und trocknen lassen. Nach zwei Tagen lässt sich der Grünbelag leicht abbürsten. Beim Essigwasser muss man aber darauf achten, nur die Platten zu begießen, da Essig neben Moos und Algen auch den Rasen oder andere Pflanzen angreift. Außerdem ist Essig bei Natursteinen wie Marmor oder Kalkstein nicht geeignet, da diese säureempfindlich sind.

Spezialreiniger für mineralische Bodenmaterialien

Im Fachhandel werden auch chemische Grünbelagentferner zum Beseitigen von Flechten, Algen und Moos angeboten. Diese sind für nahezu alle Materialien geeignet. Sie werden je nach Verschmutzungsgrad der Gehwegplatten in einem bestimmten Verhältnis mit Wasser vermischt und mithilfe eines Sprühgerätes oder einer Gießkanne auf die Platten aufgetragen. Diese Reiniger wirken selbsttätig und müssen mindestens 24 Stunden einwirken. In dieser Zeit darf es auch nicht regnen, da das Mittel sonst nicht richtig wirken kann. Eventuell noch vorhandene Verschmutzungsreste können nach dieser Zeit mit Wasser abgespült werden.

Es ist wichtig, die Gebrauchsanweisung aufmerksam zu lesen, da es sich bei diesen Reinigungsmitteln um Chemikalien handelt. Diese Produkte sind immer als umweltkritisch zu betrachten, da sie, auch mit Gütesiegel, umweltbelastende Inhaltsstoffe haben.

Fazit:

Es scheint bislang nicht das eine optimale Mittel gegen Grünbelag zu geben. Die Wahl der Reinigungsmethode hängt immer von Faktoren wie der Größe der zu reinigenden Fläche, der Stärke des Befalls und der Empfindlichkeit des Bodenmaterials ab. Hochdruckreiniger lassen sich universal auch für andere Einsätze in Garten und Grundstück verwenden, während Hausmittel und Spezialreiniger auch bei der Vorbeugung punkten können.

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