Wissenswertes zur Herstellung einer Bodenplatte

17. Mai 2013
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cc by fotopedia / Anna Strumillo

Eine Bodenplatte stellt den Grundstein eines jeden größeren Bauwerks dar. Je nach Verwendung ermittelt ein Statiker die Dicke der Bodenplatte, aber auch Lage und Menge der Bewehrung. Es ist darauf zu achten, dass bei einer Winterbetonage die Außentemperatur nicht unter 5°C liegt. Bei diesen Witterungsbedingungen sind besondere Vorkehrungen zu treffen.Bodenaushub und Schalung

Beginnt man mit dem Bodenaushub, ist es wichtig, die Drainageschicht  zu berücksichtigen. Das Kies-Sandgemisch (auch Sauberkeitsschicht genannt) hat die Aufgabe, das Wasser abzuleiten und somit das Fundament vor Feuchtigkeit zu schützen. Nach dem Bodenaushub wird der Untergrund geebnet und gefestigt. Das spätere Bauwerk muss eine hohe Standfestigkeit aufweisen und darf sich nicht mehr setzen.

Füllt man nun die Grube mit dem Kies-Sandgemisch auf, wird  der Untergrund gefestigt und geebnet. Mit einer Systemschalung werden die Seitenflächen begrenzt. Es ist darauf zu achten, dass die Schalung vor dem Einbau mit Schalungsöl zu befeuchten ist. Dies dient dazu, dass sie sich nach der Fertigstellung leichter ausbauen lässt.

Über den bindigen Boden  wird eine  PE- Folie verlegt, damit aufsteigendes Wasser nicht den Beton angreifen kann. Bevor der Fertigbeton angeliefert und vergossen wird, sollten die Hausanschlüsse zwischen der Bewehrung vorinstalliert sein.

Werksbeton und Mischungszusammensetzung

Durch die überwiegende Verwendung von Fertigbeton, braucht man sich über die Zusammensetzung des Betons grundsätzlich keine Gedanken machen.  Will man den Beton selbst herzustellen,  ist eine Gesteinskörnung mit einem Größtkorn von 16 cm zu empfehlen. Dadurch bleibt der Wasseranspruch und Zementverbrauch am geringsten. Um den Beton noch besser verarbeiten zu können, kann man Verflüssiger hinzugeben.

Beton gießen

Beim Gießen des Betons ist darauf zu achten, eine Fallhöhe von 50cm nicht zu überschreiten, da es sonst zu einer Entmischung kommen kann. Es ist nicht empfehlenswert, zur Unterstützung der Betonverteilung an der Bewehrung zu rütteln. Dadurch können kapillare Zwischenräume unmittelbar neben der Bewehrung entstehen. Dies hat zur Folge, dass sich in den Zwischenräumen Wasser sammelt und somit kein Verbund zwischen Bewehrung und Beton entsteht.

Rüttelflaschen tragen dazu bei, dass der Beton gleichmäßig auf der Fläche verteilt wird. Sobald die Betonoberfläche mit der Schalungskante abschließt, kann die Oberfläche mit einer Aluminium-Schiene und einem Reibebrett geglättet werden.

Nachbehandlung

Die Nachbehandlung der Bodenplatte ist von größter Wichtigkeit. Beim Austrocknen des Betons entsteht eine große Hydratationswärme, die Risse im Beton verursachen kann. Dem kann vorgebeugt werden, indem man die Platte mit Wasser besprüht. So kann die Wärme Wasser ziehen und  beschädigt nicht den Beton.  Der Beton sollte solange wie möglich in der Schalung belassen werden, kann aber nach dem Erreichen der Endfestigkeit  entfernt werden.  Weiterhin ist zu empfehlen, die Betonplatte mit dampfdichten Folien zu bedecken.

Die beschriebene Anleitung  führt  zur  optimalen Herstellung der Bodenplatte. Sie entwickelt ihre Endfestigkeit nach 28 Tagen und kann dann voll belastet werden.

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