Parkettratgeber – Holzarten und Parkettarten

22. November 2011
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Parkettboden

Parkettboden - flickr/CJ Sorg

Ein Parkettboden ist ohne Zweifel einer der edelsten Bodenbeläge, die man sich vorstellen kann.
Bereits im Mittelalter fand diese Art von Bodenbedeckung ihren Platz in den Häusern hochgestellter Persönlichkeiten.
Neben dem edlen Ambiente das dieser Bodenbelag, den es in vielen verschiedenen Verlegungsmustern.

Holz als biologisches Material hat die hervorragende Eigenschaft, in regulierender Weise auf das Klima des Raumes einzuwirken. Es nimmt bei zu hoher Luftfeuchtigkeit den Überschuss an Feuchtigkeit auf, ist ebenso, durch seine sehr glatte Struktur, ausgezeichnet geeignet, Staub und ihm innewohnenden Milben auf ein absolutes Mindestmaß zu reduzieren. Das verwendete Holz wird in kleinere Stücke zersägt und anschließend im gewünschten Muster wieder zusammengefügt.

Die bevorzugten Holzarten zur Verlegung eines Parkettbodens sind die heimischen Hölzer wie Ahorn, Buche, Eiche, Kiefer und auch Esche. Die Farbpalette reicht also von einem leichten rötlich-braun, wie bei der Buche, bis hin zu einem angenehmen Tiefbraun, wie bei der Verwendung von Kirschholz. Die einzelnen Holzarten unterscheiden sich durch ihre Festigkeit und Härte. Natürlich ist es auch möglich, einen Parkettboden mit durchaus exostischen Hölzern zu verlegen. Hier kommen Holzarten wie Afzelia, das auch unter dem französischen Namen Doussiè bekannt ist, und eine eher in Rote überfließende Tönung hat, aber auch, zumeist in Afrika oder Australien wachsende Hölzer, wie Afrormosia, Jatoba, Wenge oder Kambala, zur Verwendung. Eines der beliebtesten Hölzer, das auch oft im Schiffsbau Anwendung findet, ist natürlich das bekannte Teakholz.
Obwohl Parkettböden zumeist in Innenräumen verlegt werden, hat Teakholz die Eigenschaft, sehr witterungsbeständig zu sein. Es ist sehr widerstandsfähig, wird in Tönungen von warmen Rotbrauntönen bis hin zu einer tiefbraunen Farbe angeboten. Die Wenge zeichnet sich durch eine Farbgebung aus, die man nahezu als Schwarz bezeichnen könnte.

Es gibt sieben Arten von Verlegemustern.
Der Schiffsbodenverband ähnelt den Planken an Deck eines Schiffes. Wegen der meist sehr willkürlichen Verlegung der Holzteile spricht man hier auch vom „Wilden Verband“. Beim „Englischen Verband“ der dem Schiffsbodenverband sehr ähnlich ist, werden die Holzleisten jedoch parallel, ordentlich in einzelnen Reihen gesetzt. Das „Fischgrätenmuster“ erscheint als eine Aneinanderreihung von jeweils zwei Parkettstäben als V. Beim sogenannten „Altdeutschen Verband“ lockert ein jeweils zwischen den Stabpaaren verlegter, kürzerer Parkettstab das Muster auf. Der „Parallelverband“ ist eine einfache, wie der Name sagt, parallele Verlegung der einzelnen Stäbe. Daneben gibt es noch den „Leiterboden“, bei dem in einem gewissen Abstand, wie eben bei einer Leiter, eine Einzelreihe jeweils quer verlegt wird. Der „Würfelverband“ ähnelt einem Schachbrettmuster, wobei die einzelnen Quadrate jeweils um neunzig Grad in sich gedreht sind.

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