Richtige Wartung der Lüftungsanlage

6. Juli 2014
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cc by wikimedia / Janwikifoto

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Ein hochwertiges Raumluftklima wird heutzutage nicht nur in Büro-, sondern auch in Wohngebäuden immer wichtiger. Denn nur eine hohe Qualität der Raumluft stellt eine ebenso hohe Behaglichkeit sowie die dauerhafte Gesundheit der Bewohner sicher. Gerade energetisch gut gedämmte Gebäude erfordern eine kontrollierte Belüftung – idealerweise mit integrierter Wärmerückgewinnung zur Vermeidung bzw. Begrenzung von Lüftungswärmeverlusten, um Feuchtigkeit abzuführen. Dazu ist am Markt inzwischen eine Vielfalt geeigneter RLT-Anlagen von Herstellern wie etwa Systemair erhältlich.

Wartung und Reinigung sind unerlässlich

Es versteht sich, dass auch die hochwertigste Lüftungsanlage nur dann einwandfrei funktionieren kann, wenn sie regelmäßig korrekt gewartet und gereinigt wird. Die richtige Wartung garantiert nicht nur die gewünschte Zu- und Ablufteistung, sondern stellt auch den energieeffizienten Betrieb sicher. Zudem beugt eine regelmäßige Wartung möglichen kostenträchtigen Schäden vor. Die Europäische Gebäuderichtlinie EPBD definiert Wartung als Tätigkeit, „die zur Aufrechterhaltung einer optimalen Leistung […] durchzuführen ist“ (weitere Informationen zur EPBD finden Sie etwa unter www.enev-online.de). Aus diesem Grund gilt für Wohn- und Nichtwohngebäude bereits seit der Energieeinsparverordnung EnEV 2007 eine Inspektionspflicht für alle Arten von Komfortkühlungs- und Klimaanlagen – und das umfasst alle Anlagen mit und ohne Lüftungsfunktion – ab einer Kälte-Nennleistung von 12 kW.

Besonderes Augenmerk muss dabei auf die Filter und andere Bauteile gelegt werden, die den Druckverlust beim Transport des Luftvolumenstroms erhöhen oder sich auf Fähigkeit zur Wärmerückgewinnung auswirken können. Als anerkannte Regel der Technik bei der Wartung gilt die VDI-Richtlinie 6022. Sie definiert in Kombination mit der jeweils gültigen EnEV sowie weiteren Vorgaben die Vorgehensweise bei der Inspektion.Hinweise zur Instandhaltung enthält zudem die DIN 1946-6.

Fachhandwerker nicht immer notwendig

Nicht alle Wartungstätigkeiten müssen notwendigerweise von einem Fachhandwerker durchgeführt werden. So können Nutzer am Wohnungslüftungsgerät einen Filterwechsel erkennen und selbst durchführen und den Filterwechselstatus eigenständig zurücksetzen. Geeignet für einen Austausch sind beispielsweise Filtercaps Ersatzluftfilter, die für eine breite Palette von Lüftungsgeräten angeboten werden. Darüber hinaus können dank moderner Anzeigegeräte und Displays auch Störmeldungen leicht vom Nutzer erkannt werden. Hinzu kommen die Reinigung der Luftdurchlässe sowie der Filterwechsel am Luftdurchlass selbst. Auch eine Sichtkontrolle der Außen- und Fortluftdurchlässe (Fassadendurchlässe) ist leicht selbst durchzuführen. Stellen Sie jedoch eine veränderte Anlagenakustik oder Luftqualität fest, sollte ein Fachmann hinzugezogen werden.

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