Party im Garten – geht das so einfach?

8. Mai 2014
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cc by flickr / banditob

Sommerzeit-Grillzeit und die Zeit der Gartenpartys kommt immer näher und damit auch die Frage nach der rechtlichen Situation derartiger Partys im heimischen Garten und der Fragestellung, ob ich ohne weiteres ein Partyzelt in den Garten stellen und dort feiern kann – immer mit dem Risiko, dass sich plötzlich die Nachbarn beschwert fühlen.
In den überregionalen Tageszeitungen ist immer wieder davon zu lesen, dass Partys einmal im Monat überhaupt gar kein Problem wären, doch damit sollte Jedermann vorsichtig sein, sind dies allesamt immer wieder Einzelfallentscheidungen, die auf gar keinen Fall verallgemeinert werden dürfen.

Aber die Frage bleibt bestehen, woran sollte ich mich halten?

Wenn der Nachbar nicht in einer ernsthaft unzumutbaren Weise belästigt wird, wäre es nicht einmal falsch, jeden Tag das Partyzelt aufzustellen und tagtäglich eine Feier im heimischen Garten zu machen.
Im Umkehrschluss bedeutet dies aber auch, wenn durch das eigene Handeln, gerade zu Tageszeiten an denen man ansonsten nicht werklich tätig ist, irgendjemand unzumutbar belästigt werden sollte, dann ist jede noch so kleine Party ausgeschlossen.
Ganz zu schweigen von einer Party in einem großen Partyzelt oder aufgestellten und häufig genutzten Zelte für Catering im heimischen Garten, die die Grillparty verschönern, aber den Nachbarn zur Weißglut bringen könnten.

Was man dann jedoch darunter verstehen mag, was zumutbar ist oder über diesen Rahmen hinaus geht, darüber wird schon seit Jahrzehnten sogar vor den deutschen Gerichten gestritten und bietet damit umfangreiches Geschichtsmaterial zu Nachbarschaftsstreitigkeiten.

Niemand hat ernsthaftes Interesse, so einen Rechtsstreit zu verfolgen und so ist in jedem Fall anzuraten, dass durch Rücksichtnahme, nachbarschaftlicher Höflichkeit und einer vielleicht geschickten Einladung des Nachbarn, einem Streit aus dem Wege gegangen wird.
Und dies sollte man bereits bei seiner Planung der Gartenparty beachten, denn steht erst einmal die Behörde in Form einer Polizeistreife vor der heimischen Haustür, helfen ab diesem Moment keine weiteren Beschwichtigungen oder Diskussionen und die gute Nachbarschaft ist dahin.

Auch beim Aufstellen des Gartenzeltes sollten die nachbarlichen Interessen und Belange Berücksichtigung finden, ein geeigneter Abstand zum Nachbargrundstück ist immer angeraten und ggf. hierzu eine vorhergehende persönliche Rücksprache.

Vielleicht ist dann der Nachbar sogar bereit, das große Partyzelt gemeinsam mit aufzubauen.

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