Berlin: Mietwohnung als Ferienwohnung bald verboten?

22. November 2013
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cc by wikimedia/ Thomas Wolf

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In Berlin werden Ferienwohnungen immer mehr zu einem Problem, die in ganz normalen Mietshäusern nur so aus dem Boden schießen. Vor allem in den beliebten Touristengegenden entscheiden sich seit Jahren immer mehr Wohnungseigentümer die Räume als Ferienwohnung zu vermieten, weil sie so mehr Geld verdienen als mit einer normalen Vermietung. Ein neues Gesetz soll dem Ganzen nun entgegen wirken.

Wohnraum ist in Berlin ohnehin knapp und wird unter anderem durch die Ferienwohnungen noch weniger. Zudem haben immer mehr Mieter mit den Touristen im Haus zu kämpfen. Nicht nur, dass man nicht mehr weiß, wer eigentlich zum Haus gehört, sondern vor allem junge Touristen feiern oft nächtliche Partys in den Ferienwohnungen, der Müll wird im Flur liegen gelassen und Nachbarn werden bei Fragen oder Problemen rausgeklingelt.

Das neue Gesetzt sieht nun vor, dass normale Wohnungen in Zukunft nicht mehr einfach so als Ferienwohnungen genutzt werden dürfen. Wer solch einen Plan umsetzen möchte, muss dies vorher beim Bezirksamt beantragen. Innerhalb von acht Wochen, nach Verlängerung innerhalb von 14 Wochen, muss der Antrag bearbeitet sein, ansonsten gilt die Ferienwohnung als genehmigt. Genau hier sehen die Kritiker das Problem, denn der Haushalt sieht kein zusätzliches Personal zur Bearbeitung vor. Die Ämter sind eh bereits überlastet und wissen nun nicht, wie sie die Zusatzarbeit leisten sollen. Für bestehende Apartments für Touristen gilt übrigens eine Übergangsregelung von zwei Jahren. Eine entsprechende Verordnung zum Gesetz soll spätestens im März erlassen werden.

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