Funktionsweise eines Hauswasserwerks

5. Oktober 2013
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Hauswasseranlage

Hauswasseranlage - flickr/William Herron

Wenn wir den Wasserhahn aufdrehen, dann bekommen wir direkt auf Wunsch warmes oder kaltes Wasser geliefert, damit wir uns oder unsere Wäsche waschen können, ein Bad nehmen oder den Rasen wässern können. Die Versorgung mit Wasser ist in unserer Gesellschaft zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Die meisten Häuser in Deutschland sind an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen und deren Besitzer oder Mieter müssen sich demnach keine Gedanken darüber machen, wo das Wasser eigentlich überhaupt herkommt, solange sie die Kosten dafür selber tragen können. Doch immer noch gibt es auch zahlreiche Häuser und Gebäude, die je nach Lage eben nicht an die öffentliche Versorgung angeschlossen sind. Wer die Wasserversorgung selbst übernehmen muss, hat verschiedene Möglichkeiten, Eigenwasserversorgungsanlagen zu errichten.

Eine beliebte Variante für die Eigenversorgung mit Trinkwasser ist das Hauswasserwerk. Hierbei handelt es sich um eine spezielle Pumpe, an die ein Druckausgleichsbehälter angeschlossen wird. Dieses Wasserwerk stellt man außerhalb der Zisterne, also zum Beispiel im Keller oder Haustechnikraum auf und eine entsprechende Leitung saugt dann Regenwasser aus dem Speicher und befördert es in den Druckausgleichsbehälter, von wo aus es an die Verbrauchsstellen im Garten und im Haus gelangen kann.

Was für diese Konstruktion besonders bedeutsam ist, ist der so genannte Druckschalter. Er ist dafür verantwortlich, dass der Druck in der Brauchwasserleitung registriert wird und das Anfahren oder Abschalten des Hauswasserwerks geregelt wird. Bei dieser Form von Wasserwerk ist es wichtig, dass ständig ein bestimmter Leistungsdruck bereitgestellt wird. Auf Wasserentnahmen muss sofort mit der Förderung von Wasser aus dem Zisternenspeicher reagiert werden. Somit bleibt die Wasserversorgung im Haus und Garten ununterbrochen betriebsbereit. Bei der Wassernutzung wird die Leitung zunächst aus dem Druckausgleichsbehälter gespeist, was zu einem Druckabfall in der Leitung führt. Hier kommt der Druckschalter ins Spiel, denn er regelt das Anfahren der Pumpe sobald ein Anschaltdruck erreicht ist. Das führt dazu, dass die Verbrauchsstelle direkt über die Pumpe mit Wasser versorgt werden kann.

Auf diese Art und Weise kann man eine relativ zuverlässige Wasserversorgung in Häusern garantieren, die eben nicht auf den Luxus der öffentlichen Wasserversorgung zugreifen können. Die Energiekosten halten sich in diesem Fall natürlich stark in Grenzen, was als Vorteil des Hauswasserwerks bezeichnet werden kann und auch der Verschleiß der Pumpe hält sich mit den oben erwähnten Funktionen in Grenzen. Tatsache ist aber auch, dass die Wartung des Druckbehälters dringend regelmäßig erforderlich ist. Die Membran, die im Druckausgleichsbehälter zum Einsatz kommt, muss mindestens alle zwei bis drei Jahre ausgetauscht werden, damit es nicht zu hygienischen Problemen kommt, da sich bei der Pufferspeicherung des Regenwassers schnell Bakterien und Keime aufgrund des Luftabschlusses bilden und vermehren können. Die Lärmbelästigung beim Hauswasserwerk kann ebenfalls zum Problem werden, vor allem aus dem Grund, weil sich dieses meist innerhalb des Hauses befindet. Eine Unterflur- oder Tauchpumpe zum Beispiel ist für sehr viel geringere Lärmemissionen bekannt und kann daher eine gute Alternative darstellen. Insgesamt gibt es verschiedene Möglichkeiten für die eigene Wasserversorgung, zum Beispiel mit Reservoirs, unterschiedlichen Pumpen oder Druckbehältern. Mehr Informationen zu diesem Thema gibt es hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Eigenwasserversorgungsanlage.

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