Rauchmelder: Mieter oder Vermieter in der Pflicht?

2. Oktober 2013
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cc by wikimedia/ TDLacoste

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In 13 der 16 deutschen Bundesländer sind Rauchmelder inzwischen Pflicht. Die einzigen Ausnahmen bilden dabei Berlin, Brandenburg und Sachsen, wobei es auch hier entsprechende Überlegungen zur Einführung der Rauchmelderpflicht gibt. Der Mieterschutzbund in Recklinghausen weist aktuell darauf hin, wer sich in Mietshäusern um die Geräte kümmern muss.

Für den Einbau eines Rauchmelders muss in der Regel der Vermieter sorgen. Mecklenburg-Vorpommern bietet dabei die einzige Ausnahme: Hier sind die Mieter selbst in der Pflicht. Um die regelmäßige Wartung der Geräte muss sich der Vermieter kümmern. Die Kosten dafür dürfen jedoch auf die Mieter umgelegt werden.

Bleibt am Ende noch die Frage, wer für mögliche Kosten aufkommt, wenn aus Versehen ein Fehlalarm ausgelöst wird. Hier verweisen die Experten auf ein Urteil des Amtsgerichts Hannover: Dort hatten Nachbarn die Feuerwehr gerufen, nachdem sie einen Rauchmelder gehört hatten. Die Feuerwehr brach daraufhin die Tür zur entsprechenden Wohnung auf und stellte fest, dass es sich um falschen Alarm handelte. Der Vermieter verlangte, dass die Mieter die Kosten für die beschädigte Tür tragen. Das Gericht sah dies jedoch anders und erkannte in dem Verhalten der Mieter keine Pflichtverletzung.

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