Mietminderung wegen Schimmel in der Wohnung

17. September 2013
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cc by wikimedia/ Infrogmation

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Viele Mieter in Deutschland haben immer wieder mit Schimmel in den eigenen vier Wänden zu kämpfen. Weist man den Vermieter darauf hin und dieser wird nicht aktiv, kann die Miete gemindert werden. Dies geht unter anderem aus einem Urteil des Landgerichts Konstanz hervor, auf das die „Neue Zeitschrift für Miet- und Wohnungsrecht“ hinweist.

In dem konkreten Fall hatte ein Vermieter rückständige Mietzahlungen nachgefordert, die dadurch entstanden waren, dass der Mieter aufgrund von Schimmel und Feuchtigkeit in der Wohnung die Miete um 20 Prozent gemindert hatte. Der Vermieter behauptete, dass der Mieter falsch geheizt und gelüftet hatte.

Das Gericht sah dies jedoch anders: Grundsätzlich hätten Mieter bei Schimmel das Recht, die Miete zu mindern. Nur wenn der Vermieter genau nachweisen könne, dass es nicht an baulichen Mängeln, sondern am falschen Heizen und Lüften des Mieters liegt, sei dies nicht möglich. Dreimal Lüften pro Tag sei dabei absolut ausreichend und mehr könne einem Mieter nicht zugemutet werden. Bei den Baumängeln sei der Mieter zudem nicht in der Pflicht, einen Nachweis zu erbringen, sondern der Vermieter müsse im Gegenteil beweisen, dass es nicht daran liegt.

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