Herumliegender Schlüssel: Kein Versicherungsschutz!

1. September 2013
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cc by wikimedia/ Sebastian Hartlaub

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Bei einigen Hausratversicherungen findet sich im Vertrag die sogenannte „erweiterte Schlüsselklausel“, die besagt, dass der Versicherungsschutz erlischt, wenn man auf seinen Wohnungsschlüssel nicht genug aufpasst. In einem Urteil des Oberlandesgerichts Braunschweig, auf das die „Zeitschrift für Versicherungsrecht“ hinweist, wurde diese Klausel nun bestätigt.

In dem konkreten Fall hatte ein Krankenpfleger im Pausenraum des Krankenhauses, in dem er arbeitete, seine Tasche unbeaufsichtigt liegen lassen. Der Schlüssel wurde daraufhin direkt aus der Tasche gestohlen und Unbekannte räumten die Wohnung des Krankenpflegers aus. Seine Hausratversicherung weigerte sich für den Schaden aufzukommen und berief sich dabei auf die „erweiterte Schlüsselklausel“.

Das Gericht teilte am Ende die Auffassung des Versicherers: Der Mann habe fahrlässig gehandelt, indem er seinen Schlüssel in der Tasche einfach unbeaufsichtigt und leicht zugänglich herumliegen ließ. In solch einem Fall verfalle der Versicherungsschutz und man bekomme die gestohlenen Wertsachen nicht ersetzt.

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