Urteil: Sozialhilfeträger muss auch Betreuungskosten in WG übernehmen

18. August 2013
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Quelle: Wikimedia

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Auch als Behinderter kann man sich natürlich aussuchen, wo man lebt. Doch wie sieht es mit dem Anspruch auf Betreuungskosten aus, wenn man sich anstatt für das günstige Heim für eine Wohngemeinschaft entscheidet? Darüber entschied das Sozialgericht Oldenburg.

In dem konkreten Fall hatte sich die Stadt Oldenburg als zuständiger Sozialhilfeträger geweigert, die Betreuungskosten für einen Behinderten vollständig zu übernehmen, der in eine WG gezogen war. Die Begründung dafür war, dass die Betreuung im Heim 1.000 Euro weniger kosten würde.

Der Betroffene zog daraufhin vor Gericht und bekam dort nach einem langen Rechtsstreit schließlich Recht. Auch für eine WG habe ein Behinderter Anspruch auf die Kostenübernahme. Das Urteil gilt rückwirkend, denn der Mann war im Februar 2007 in die WG gezogen, und ist rechtskräftig.

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