Fußballfahne im Garten ist keine Werbeanlage

1. August 2013
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cc by wikimedia/ Florian K

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So manch ein Fußball-Fan zeigt gerne seine Verbundenheit mit seinem Verein und hisst dabei schon mal eine Fahne im eigenen Garten. Ein Rentnerehepaar aus dem Sauerland störten sich jedoch so an einer BVB-Fahne ihrer Nachbarn, dass sie vor Gericht zogen.

Konkret hatten die Nachbarn einen fünf Meter hohen Fahnenmast in ihrem Reihenhaus-Garten aufgestellt und daran eine zwei Quadratmeter große BVB-Fahne gehisst. Die Nachbarn störten sich nach eigenen Angaben jedoch nicht nur an dem Anblick, sondern auch am Schlagschatten und die durch die Fahne verursachten Geräusche. Zudem argumentierten sie vor Gericht, dass dies eine „unzulässige Werbeanlage für den BVB als börsennotiertes Unternehmen“ darstelle.

Das Verwaltungsgericht Arnsberg konnte diesen Argumenten nicht folgen. Zum einen hätten die Fußball-Fans glaubhaft versichert, dass sie die Fahne bei Regen und starkem Wind einholen würden. In den Augen der Richter würden die Flattergeräusche zur normalen Wohnnutzung gehören. Durch die Fahne würde man zudem die Verbundenheit zum Verein ausdrücken. Sie werde nicht aufgehängt um damit durch Werbung Geld zu verdienen, zumal keine wechselnde Werbefläche vorgesehen sei.

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