Wohnungskündigung für starken Raucher: Fall geht in eine neue Runde

11. Juli 2013
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cc by wikimedia/ Plenz

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Bisher galt die eigene Wohnung als privates Refugium, in dem man natürlich auch rauchen konnte, wie viel man wollte. Dies entschied selbst der Bundesgerichtshof. Vor kurzem sorgte jedoch ein Urteil für Schlagzeilen, in dem eine Wohnungskündigung wegen zu starkem Rauch für rechtmäßig erklärt wurde. Nun geht dieser Fall in eine neue Runde.

Konkret ging es dabei um einen 74-Jährigen, der seit 40 Jahren in einer Wohnung lebte. Die Vermieterin hatte ihn wegen starken Rauchens mehrfach abgemahnt und ihm schließlich gekündigt. Das Rauchen würde die anderen Hausbewohner belästigen und gefährden. Der Fall landete vor dem Düsseldorfer Amtsgericht und die Kündigung wurde für rechtens erklärt.

Nun hat das Düsseldorfer Landesgericht dem Raucher Prozesskostenhilfe gewährt und damit die Entscheidung der Vorinstanz aufgehoben. Der Mann könnte gute Chancen auf Erfolg haben, da die Vermieterin mit ihm zudem erst 2008 einen neuen Mietvertrag abgeschlossen habe. Am 24. Juli wird der Fall vor dem Amtsgericht Düsseldorf neu verhandelt.

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