Nie mehr nasse Wände – Mauerwerk vom Profi sanieren lassen

6. Juli 2013
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cc by wikimedia / Stefan Kühn

Feuchte Wände sind nicht nur in Altbauten zu finden, sie können auch in Neubauten durch unsachgemäßes Arbeiten auftreten. Das kann sich zu einer störenden und vor allem gesundheitsschädlichen Angelegenheit ausweiten. Die Nässe leitet die Wärme nach außen ab und es bildet sich Schimmel. Im fortgeschrittenen Zustand wird solch ein Schaden möglicherweise sehr teuer. Eine rasche Sanierung ist deshalb wichtig.

Nasse Wände – Ursachensuche

Durch nasse Wände verliert ein Raum sehr schnell an Wärme und es riecht ständig schlecht. Auch ein Heimwerker sollte nasse Wände nicht selber sanieren, sondern einen Profi wie diesen beauftragen. Ein Sachverständiger wird vor Ort zuerst einmal nach dem Grund für die feuchten Wände suchen. Für Wasser oder Feuchtigkeit in Wänden gibt es immer eine Menge möglicher Ursachen.
Schon unsachgemäßes und zu weniges Lüften sorgt für Kondenswasser in den Räumen, welches sich an den Wänden niederschlägt. Eine einfach zu behebende Ursache. Weit schlimmer ist es, wenn die Nässe durch aufsteigendes Wasser aus dem Untergrund entsteht. Eine weitere Ursache kann eine Undichtigkeit im Rohrsystem in den Wänden sein. Nicht ausreichende Feuchtigkeitssperren in den Grundmauern oder ein hoher Grundwasserspiegel können ebenso Gründe für feuchte Wände sein.
Ein sicheres Zeichen für eine feuchte oder nasse Wand ist ein muffiger Geruch in dem betroffenen Raum oder Fleckenbildung auf den Tapeten.

Sanierungsmaßnahmen vom Profi

Nach seiner Schadensaufnahme wird der Fachmann entscheiden, welche Sanierungsmaßnahmen getroffen werden müssen. Ist der Schaden nur durch Kondenswasser und unsachgemäßes Lüften entstanden, ist die Trockenlegung und Sanierung recht einfach. Sollte Schimmelbefall aufgetreten sein, wird der alte Putz großflächig entfernt, die Mauer getrocknet und neu verputzt. Bei Wassereinbrüchen aus defekten Leitungen werden diese repariert und danach ebenfalls das Mauerwerk trockengelegt.
Aufwendiger werden da schon Sanierungsmaßnahmen für aufsteigendes Wasser aus dem Untergrund.
Wasser verfügt über eine Kapillarwirkung, das heißt, es kann durch Ritzen und Spalten von unten nach oben aufsteigen. Ist in einem Haus eine solche Wirkung aufgetreten, müssen nachträglich Horizontalsperren installiert werden. Im Neubau werden diese Sperrschichten von Beginn an mit eingebaut. Im Altbau werden sie in das Mauerwerk injiziert. Diese Sanierungsmaßnahme kann aufgrund der notwendigen technischen Ausrüstung nur von einem Fachmann durchgeführt werden.
Feuchtigkeit im Keller oder Sockelgeschoss deutet auf schlecht isolierte Grundmauern hin. Die sogenannte Schwarzabdichtung der Außenmauern ist dann undicht geworden. Das bedeutet, dass diese Wände von außen neu abgedichtet werden müssen. Eine neue Schwarzabdichtung, Drainage oder Perimeterdämmungen müssen eingebaut werden. Der schlimmste und teuerste Fall wäre das Herausreißen und neu mauern einer kompletten Wand.

Mit solchen wichtigen Sanierungsmaßnahmen sollte auf jeden Fall ein Profi beauftragt werden, denn nur er ist in der Lage, die Arbeiten fachmännisch auszuführen.

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