Wann wird ein Immobilienverkauf gewerblich?

4. Juli 2013
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cc by wikimedia/ Andreas Koll

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Wer eine geerbte Wohnung oder das eigene Haus verkauft, der tut dies in der Regel privat. Da es sich dabei um kein Gewerbe handelt, sind solche privaten Verkäufe normalerweise steuerfrei. Doch besonders all jene, die planen mehrere Immobilien zu verkaufen sollten die Grenzen kennen, ab wann Immobilienverkäufe unter den Begriff des Gewerbes fallen und damit nicht mehr steuerfrei sind.

Laut dem Bund der Steuerzahler geht das Finanzamt in der Regel von gewerblichen Verkäufen aus, wenn in rund fünf Jahren über drei Immobilien verkauft werden. Dabei spielt der Grund für den Verkauf hier keine Rolle. Selbst wenn dieser auf Druck der Bank oder des Finanzamtes selbst geschieht, kann es sich um gewerbliche Verkäufe handeln.

Beim Verkauf von Wohnhäusern, die jahrelang vom Besitzer selbst bewohnt wurden oder bei geerbten Immobilien wird das Finanzamt in der Regel nicht von einem gewerblichen Handel ausgehen. Anders sieht dies beim Verkauf von einzelnen Wohnungen in einem Mehrfamilienhaus aus, die innerhalb der Frist den Besitzer wechseln. Zu bedenken ist zudem, dass es sich um keine starre Frist handelt, sondern nur um einen Richtwert. Wer in fünf Jahren drei Objekte verkauft und dann im sechsten Jahr wieder zwei wird ebenfalls als gewerblicher Verkäufer eingestuft werden.

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