Mietminderung oder Kündigung wegen unerträglicher Hitze

1. Juli 2013
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cc by flickr/ Thrutheeyes

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Momentan sehen die Temperaturen in Deutschland alles andere als sommerlich aus, doch eine weitere Hitzewelle steht uns in diesem Sommer wahrscheinlich mindestens noch einmal bevor. Wer in einer Wohnung lebt, die sich bei Sommerhitze fast unerträglich aufheizt, kann unter Umständen die Miete mindern oder sogar fristlos kündigen. Dies berichtet der Deutsche Mieterbund und weist dabei auf ein Urteil des Verfassungsgerichtshofes des Landes Berlin hin.

In dem konkreten Fall hatte sich eine Neubauwohnung im Dachgeschoss, die durchaus teuer und hochwertig ausgestattet war, in den Sommermonaten auf bis zu 46 Grad erhitzt. Dies führte dazu, dass Wachskerzen schmolzen, Pflanzen eingingen und der Wellensittich laut dem Mieter einen Hitzschlag erlitt.

Alle normalen Maßnahmen halfen nichts gegen die Hitze. Das Gericht ging hier von einem nicht ausreichenden Wärmeschutz aus, für den der Vermieter zu sorgen habe. Sei dies nicht der Fall, sei eine fristlose Kündigung möglich. Das Amtsgericht Leipzig hat bereits in einem anderen Fall entschieden, dass Mieter wegen unerträglicher Hitze die Miete mindern können. In solchen Fällen muss jedoch immer der Vermieter aktiv werden, denn für Anbauten wie Markisen benötigen Mieter eine Erlaubnis.

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