Schallschutz: Bei Sanierung gelten Bestimmungen aus dem Baujahr

14. Juni 2013
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cc by wikimedia/ Engoman23

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Sanieren Vermieter ein Haus kommen dabei auch gerne Fragen nach einem verbesserten Schallschutz auf. Doch sind solche Maßnahmen Pflicht? Mit dieser Frage beschäftigten sich die Richter des Bundesgerichtshofs.

In dem konkreten Fall wurde im Jahr 2003 die Dachgeschosswohnung eines Mietshauses umgebaut und der Estrich zum Teil erneuert. Der darunter wohnende Mieter beschwerte sich daraufhin, dass das Haus nach den Bauarbeiten genauso hellhörig war wie zuvor. Da die Isolierung in seinen Augen nicht den aktuellen Standards entspreche, wollte er die Miete um 20 Prozent mindern.

Am Ende gaben die Richter des Bundesgerichtshofs dem Vermieter Recht: Eine Verpflichtung die aktuellen Bestimmungen stets einzuhalten sei unrealistisch. Es würden die Schallschutzbestimmungen aus dem Baujahr des Hauses gelten. Dies sei nur dann nicht der Fall, wenn grundlegende Veränderungen vorgenommen werden oder neuer Wohnraum geschaffen werde.

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