Balkonverglasung: Anbau nur mit Einverständnis des Vermieters

11. Juni 2013
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cc by wikimedia/ Sandra Gussmann

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Baumaßnahmen in oder an der Mietwohnung oder einem gemieteten Haus benötigen die Zustimmung des Vermieters. So steht es in den meisten Mietverträgen. Aus diesem Grund können Vermieter Anbauten, die ohne ihre Erlaubnis geschahen, entfernen lassen. Dies gilt auch für eine Balkonverglasung wie das Amtsgericht München entschied.

In dem konkreten Fall unterzeichnete eine Frau im Jahr 1984 einen Mietvertrag in München, in dem stand, dass sie für Baumaßnahmen die schriftliche Erlaubnis des Vermieters benötige. Trotzdem ließ sie 2006 ohne Zustimmung eine Balkonverglasung anbringen. Der Vermieter forderte sie daraufhin mehrmals auf, diese zu entfernen. Vor einer Sanierung montierte die Mieterin die Verglasung wieder ab, brachte sie jedoch nach den Bauarbeiten wieder an.

Man könne laut der Frau die Verglasung nach ihrem Auszug spurenlos beseitigen. Zudem würde sie das optische Bild des Hauses nicht stören und den Mangel der maroden Fenster ausgleichen. Als sie sich weiter weigerte, zog der Vermieter vor Gericht. Das Gericht entschied am Ende zu Gunsten des Vermieters. Der Eigentümer könne sein Eigentum so gestalten, wie er es wolle. Im Mietvertrag werde von einer schriftlichen Erlaubnis gesprochen, die die Frau nicht vorlegen könne.

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