Verspätete Miete: Vermieter müssen schnell reagieren

19. Mai 2013
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cc by flickr/ Public Domain Photos

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Wohl fast alle Vermieter ärgern sich, wenn die Miete zu spät gezahlt wird. Manche zeigen sich jedoch kulant und sehen dies nicht gleich als Grund für eine Abmahnung. Kommt dies jedoch mehr als einmal vor, sollten Vermieter möglichst rasch handeln, denn sonst haben sie am Ende keine Möglichkeit mehr eine Kündigung aus diesem Grund auszusprechen.

Dies geht aus einem Urteil des Amtsgerichts Berlin Tempelhof-Kreuzberg hervor, auf das die Zeitschrift „Wohnungswirtschaft und Mietrecht“ hinweist. In dem konkreten Fall hatte eine Mieterin im Jahr 2011 die Miete mehrmals nicht rechtzeitig überwiesen. Der Vermieter mahnte sie daraufhin im November ab.

Im Dezember ging die Miete wieder einen Tag zu spät ein. Die Kündigung deswegen wurde jedoch erst im März 2012 ausgesprochen. Die Richter sahen dieses verspätete Handeln als nicht ausreichenden Grund für eine Kündigung. Nach diesem Zeitraum könnten Mieter davon ausgehen, dass die Fortsetzung des Mietverhältnisses für den Vermieter zumutbar sei. Zudem rechtfertige eine Überweisung, die nur einen Tag später eintreffe, keine Kündigung.

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