London: Kampagne gegen zu kleine Wohnungen

25. April 2013
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cc by wikimedia/ Joe D

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Es ist ein Schicksal, das viele angesagte Großstädte auf dieser Welt irgendwann einmal ereilt: Immer mehr Menschen ziehen in die Stadt, der Wohnraum wird knapper, die Mieten steigen und viele werden aus dem Zentrum verdrängt. London gehört nicht nur zu den teuersten Metropolen, sondern ist auch die Stadt, mit den kleinsten Wohnungen in Westeuropa, die gleichzeitig am meisten kosten.

Der Königliche Verband Britischer Architekten prangert genau dieses Problem nun in einer Kampagne an und vergleicht dabei Londoner Wohnungen mit U-Bahn-Abteilen, denn die durchschnittliche Zwei-Zimmer-Wohnung in der Metropole an der Themse ist genau so groß wie ein u-Bahn-Abteil, nämlich 46 Quadratmeter.

Skandalös finden es die Fachleute zudem, dass die Regierung die Mindeststandars für Neubauten lockern möchte. In Zukunft sollen so zum Beispiel Fenster in einer Größe von nur noch 45 mal 45 Zentimeter erlaubt sein. Der Architektenverband warnt vor Folgen wie Depressionen, Fettleibigkeit, Eheprobleme oder Schlaflosigkeit. Gleichzeitig wird Wohnraum händeringend gesucht und viele sind bereit für einen Wohnort in der Nähe der Arbeit horrende Summen zu bezahlen. Eine Zukunft, von der viele befürchten, dass sie irgendwann unter anderem auch Berlin ereilen könnte, denn in einigen Bereichen hat dieser Prozess bereits eingesetzt.

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