Mietbürgschaft gilt unbegrenzt – Unterschrift gut durchdenken!

11. April 2013
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cc by flickr/ Images_of_Money

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Mietbürgschaften sind in Deutschland eine gängige Praxis. Wer jedoch für die Mietzahlungen eines anderen bürgen möchte, der sollte sich vor der finalen Unterschrift unbedingt Gedanken machen, ob man dem entsprechenden Mieter in Sachen Zahlungen auch wirklich vertrauen kann. Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs gilt eine Bürgschaft nämlich unbegrenzt und unterscheidet sich damit von der sogenannten Mietsicherheit!

In dem konkreten Fall hatte eine Schwester die Kündigung ihres Bruders verhindert, indem sie eine Bürgschaft unterschrieben hat. Die Miete des Bruders belief sich monatlich auf 350 Euro plus Nebenkosten in Höhe von 95 Euro. Zwei Monate lang hatte er nicht gezahlt, so dass der Vermieter mit der Kündigung des Mietverhältnisses drohte. Die Schwester setzte sich ein und unterzeichnete eine Bürgschaft, woraufhin der Vermieter von der Kündigung absah. Die folgenden Monate zahlte der Bruder jedoch weiterhin nicht, so dass am Ende ein Betrag von über 6.500 Euro zusammenkam, den der Vermieter nun natürlich von der Schwester als Bürge forderte.

Am Ende gab der Bundesgerichtshof dem Vermieter Recht und bestätigte damit, dass eine Bürgschaft für unbegrenzte Zeit gelte. So sollte man eine Bürgschaft also auf keinen Fall leichtfertig unterschreiben und auf den Unterschied zu einer Mietsicherheit achten, welche auf drei Monatsmieten begrenzt ist!

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