Tierhaltung: Hunde und Katzen dürfen nicht pauschal verboten werden!

21. März 2013
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cc by wikimedia/ Jazz-face

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Gestern noch hatten wir über ein Urteil berichtet, nach dem Wohnungskatzen nicht einfach einem Verbot des Vermieters weichen müssen. Dieser Bericht wird nun von einem Urteil des Bundesgerichtshofs deutlich erweitert, das vor allem Tierfreunden durchaus gelegen kommen dürfte.

Die Klausel in Mietverträgen, nach der die Haltung von Katzen und Hunden generell verboten ist, ist nach Ansicht des BGH nicht rechtens. Das Ganze müsste vielmehr von Fall zu Fall entschieden werden. Eine umfassende Interessenabwägung sei dabei vonnöten.

In dem konkreten Fall war ein Mann mit seiner Familie und seinem Mischlingshund trotz Tierhaltungsverbot in eine Genossenschaftswohnung gezogen. Gegen die Aufforderung das Tier abzuschaffen, zog der Mann vor Gericht. Auch wenn die Klausel, die Tierhaltung verbietet, abgeschafft ist, bedeutet dies nicht, dass Katzen und Hunde ohne Rücksicht auf andere gehalten werden dürfen. Es muss unter anderem beurteilt werden, ob die Tiere andere Menschen wie Nachbarn stören würden.

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