Katzenhaltung: Wohnungskatzen sind keine Belästigung für andere

20. März 2013
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cc by wikimedia/ Stephan Czuratis

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Generell ist die Haltung von Kleintieren in einer Mietwohnung erlaubt. Katzen gelten jedoch nicht als Kleintiere und so ist eine Klausel im Mietvertrag möglich, in der festgehalten wird, dass Katzenhaltung nur mit Erlaubnis des Vermieters möglich ist. Bereits bestehende Wohnungskatzen können jedoch nicht so einfach vom Vermieter „hinausgeworfen“ werden, wie aus einem Urteil des Amtsgerichts München hervorgeht.

In dem konkreten Fall ging es um eine Frau, die in ihrer 1,5-Zimmer-Wohnung zwei Katzen hielt ohne um die Erlaubnis der Vermieter zu fragen. Diese forderten, dass die Katzen wieder weggegeben werden müssten, da sie die Teppichböden beschädigen und verunreinigen könnten. Zudem habe die Mieterin Katzenkot in der Biotonne entsorgt und das aufgehängte Katzennetz auf dem Balkon störe den optischen Gesamteindruck der Fassade.

Am Ende musste das Gericht entscheiden: Zum einen bestätigte die Richterin grundsätzlich, dass solch eine Klausel, nach der Vermieter ihre Zustimmung zur Katzenhaltung, rechtens sei. Jedoch könne in diesem Fall nicht automatisch von einer Belästigung der Mitmenschen ausgegangen werden, da die Katzen ja nur in der Wohnung gehalten würden. Zudem konnten die Vermieter weder konkrete Beweise für die Entsorgung von Katzenkot in der Biotonne noch für eine mögliche Zerstörung des Teppichbodens liefern. Die Katzen dürfen also bleiben, nur das Katzennetz muss aus optischen Gründen entfernt werden.

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