Gartennutzung gilt nicht immer als wohnwerterhöhend

10. März 2013
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cc by wikimedia/ EPei

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Für viele Mieter ist ein Garten, den sie mitbenutzen dürfen, ein echter Gewinn. Doch nicht in allen Fällen gilt dieser gleich als Rechtfertigung für eine Mieterhöhung. Dies geht aus einem Urteil des Landgerichts Berlin hervor, auf das die Zeitschrift „Das Grundeigentum“ des Eigentümerverbands Haus & Grund hinweist.

In dem konkreten Fall hatten Mieter einer Wohnung die Möglichkeit, einen Garten mitzubenutzen. Als der Vermieter die Miete anheben wollte, nannte er diesen Umstand unter anderem als Merkmal, das den Wohnwert erhöht. Die Mieter weigerten sich jedoch aus diesem Grund die Erhöhung zu tragen.

Das Gericht gab ihnen am Ende Recht, denn die Möglichkeit zur Gartennutzung sei nicht automatisch ein wohnwerterhöhendes Merkmal. Entscheidend sei hier der Blick in den aktuellen Mietspiegel. Werde hier der Garten als wohnwerterhöhend genannt, könne dies geltend gemacht werden. Ist dies nicht der Fall, so spiele der Garten bei Mieterhöhungen keine Rolle. Dabei sei es auch nicht von Bedeutung, ob der Umstand früher einmal im Mietspiegel erwähnt wurde, wichtig sei der aktuelle Stand.

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