Fernwärme: Bundeskartellamt prüft Preise

9. März 2013
By
cc by wikimedia/ Kolossos

cc by wikimedia/ Kolossos

Fernwärme gilt gemeinhin als umweltfreundlich. Auf der anderen Seite ist sie aber auch zum Teil sehr teuer, was immer wieder von Verbraucherschützern kritisiert wird. Aktuell heizen ungefähr 14 Prozent der deutschen Haushalte mit Fernwärme. In einigen Regionen agieren die Anbieter konkurrenzlos und zum Teil gibt es sogar eine rechtliche Verpflichtung, bei Fernwärme zu einem bestimmten Anbieter zu gehen. Das Bundeskartellamt hat nun sieben Fernwärmeanbieter in Verdacht, überhöhte Preise verlangt zu haben.

Konkret gehe es laut dem Kartellamt um die Stadtwerke Leipzig und Rostock, RWE in Dortmund, Eon Hanse Wärme in Hamburg, Danpower Energie in Potsdam, Dalkia in Hamburg sowie SaarLorLUx in Saarbrücken. Den Experten war aufgefallen, dass bei diesen Unternehmen in den Jahren 2007 und 2008 die Erlöse aus Fernwärme tweilweise um bis zu 100 Prozent höher waren als bei anderen Anbietern.

Daher werden nun die genauen Daten für die Jahre 2010 bis 2012 unter die Lupe genommen. Sollte es sich bewahrheiten, dass überhöhte Preise verlangt wurden, können die Unternehmen zu Preissenkungen verpflichtet werden und in einigen Fällen könnten betroffene Kunden sogar einen Teil der überhöhten Zahlungen zurückbekommen.

Tags: , , ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.