Treppenstufe bricht ein: Hauseigentümer haftet

26. Februar 2013
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cc by wikimedia/ Andreas Praefcke

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Ein Hauseigentümer eines Hauses muss, vor allem wenn er Wohnungen vermietet, regelmäßig das Gebäude auf mögliche Schäden hin prüfen, denn kommt jemand durch einen Mangel zu Schaden, muss der Eigentümer haften. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob der Geschädigte übergewichtig ist oder nicht. Dies geht aus einem Urteil des Oberlandesgerichts Hamm hervor.

In dem konkreten Fall hatte ein 115 Kilogramm schwerer Mieter eine Dachbodentreppe benutzt als eine der Stufen plötzlich einbrach. Der Mann verletzte sich dabei und zog vor Gericht, da die Hauseigentümerin alle Schadenersatzansprüche von sich wies. Sie meinte, dass das Übergewicht des Klägers für das Einbrechen verantwortlich gewesen sei. Zudem habe man bei der Treppe keine sichtbare Beschädigung erkennen können.

Das Gericht entschied am Ende zugunsten des geschädigten Mannes: Ob eine Person übergewichtig sei oder nicht, spiele keine Rolle. Die Treppe müsse bis auf ihr Maximalgericht belastbar sein. Zudem reiche eine bloße Sichtung nicht aus um mögliche Schäden feststellen zu können.

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