Auszubildende: Jobcenter muss für Gasofen zahlen

23. Februar 2013
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cc by wikimedia/ Frank C. Müller

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Dass Auszubildende nicht unbedingt über viel Geld verfügen, das dürfte den meisten klar sein. Wenn ein Lehrling dann auch noch in eine Wohnung zieht, die nicht einmal über eine Heizung verfügt, kann dies zu einem schwerwiegenden Problem werden. In solch einem Fall hat ein Azubi Anrecht auf Hilfe vom Jobcenter. Dies geht aus einem Urteil des Landessozialgerichts Rheinland-Pfalz (L 6 AS 573/12 B ER) hervor.

In dem konkreten Fall hatte ein Azubi beim zuständigen Jobcenter im Rahmen von Hartz-IV-Leistungen die Kostenübernahme für einen Gasofen beantragt. Dies wurde dem jungen Mann jedoch verweigert mit der Begründung, dass Auszubildende grundsätzlich keinen Anspruch auf Hartz-IV-Leistungen hätten.

In zweiter Instanz sah man dies vor Gericht jedoch anders: Der Gasofen mache die Wohnung überhaupt erst bewohnbar, so dass es hier nicht um eine Wohnungserstausstattung gehe, sondern um die Kosten der Unterkunft. Darauf hätten Auszubildende einen Anspruch.

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