Tipps zur Fenstermontage

12. Februar 2013
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Fenstereinbau

Fenstereinbau - flickr/Bryn Pinzgauer

Wer Fenster einbauen möchte und dabei auf die Hilfe des Lieferanten verzichtet, der sollte in paar Dinge beachten. Es ist wichtig zu unterscheiden, ob es sich um einen Neubau oder einen Altbau handelt.

Beim Neubau ist meistens kein Anschlag vorhanden, sodass das Fenster bündig mit dem Außenmauerwerk ist. Es können hier im Nachhinein noch Dämmplatten zur Außenisolierung angebracht werden. Das Fenster wird waagerecht ausgerichtet, mit Hilfe von Glasklötzen, die beim Lieferanten für Montagematerial erhältlich sind, oder mit dünnem Sperrholz. Hier darf die Wasserwaage nicht fehlen, denn wenn das Fenster einmal befestigt ist, dann wird es problematisch, es wieder auszubauen, ohne es zu zerstören.

Als Erstes werden die oberen Schrauben links und rechts befestigt, die dem Fenster den ersten Halt geben. Danach wird das Fenster lotgerecht ausgerichtet und die unteren beiden Schrauben mit dem Mauerwerk verbunden. Je nach Größe der Fenster sollten in der Mitte auch noch 2 Schrauben zur Stabilität angebracht werden. Dies macht Sinn, bei einer Fensterhöhe von über 1 Meter. Der Zwischenraum zwischen Mauerwerk und Fensterrahmen, ungefähr 2cm, wird mit Bauschaum abgedichtet. Dieser sollte mindestens 6 Stunden aushärten, danach kann der Fensterflügel in den Rahmen eingesetzt werden und die Kunststoffkeile entfernt werden.

Beim Altbau kann es unter Umständen auch anders verlaufen. Zuerst muss das alte Fenster ausgebaut werden. Zur Hilfe kann eine Säbel- oder Stichsäge benutzt werden. Der alte Rahmen wird an mehreren Stellen durchgesägt, um ihn in kleinen Stücken heraus zu bekommen. Der alte Schaum wird entfernt und alles sorgfältig sauber gemacht. Alte Rückstände können das Ausrichten eventuell komplizierter machen. Im Altbau sind überwiegend Anschläge vorhanden, an die das Fenster gestellt werden kann. Es sollten rechts und links jeweils 2 cm Platz bleiben, damit das Fenster nach der Befestigung mit Schaum abgedichtet werden kann. Der Rest verhält sich genau wie beim Neubau, Fenster waagerecht ausrichten, mit Schrauben fixieren und dann nach dem Aushärten des Schaums den Fensterflügel einsetzen.

Wer absolut sichergehen möchte, sollte das Ausmessen der Fenster einem Fachmann überlassen, da es unter Umständen sonst zu Problemen kommen kann, wenn die falschen Maße angegeben wurden.

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