Bauzaun muss richtig gesichert sein

12. Februar 2013
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cc by wikimedia/ -jha-

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Erhält eine Baufirma von einem Bauherren einen Generalauftrag, dann beinhaltet dies meist auch die Sicherung der Baustelleneinrichtung. Viele Unternehmen übertragen jedoch genau diesen Bereich wiederum auf Dritte. Trotzdem entbindet dies die Baufirma nicht von ihrer Pflicht, regelmäßig zu kontrollieren, ob auch wirklich alles sicher ist. Dies geht aus einem Urteil des Amtsgerichts München hervor.

In dem konkreten Fall wurde ein Bauzaun von einer Windböe umgeweht und landete auf einem Wagen, der gerade an der Baustelle vorbeifuhr. Es entstand ein Schaden von 1.500 Euro, hinzu kamen noch die Kosten für einen Sachverständigen und einen gemieteten Ersatzwagen. Der Eigentümer forderte den Gesamtbetrag von der Baufirma, da diese in seinen Augen ihre Verkehrssicherungspflicht verletzt habe.

Die Firma wies den Vorwurf jedoch von sich. Man habe ein anderes Unternehmen damit beauftragt, das immer zuverlässig gewesen sei. Zudem seien die eigenen Mitarbeiter täglich auf der Baustelle gewesen und der Zaun sei ordnungsgemäß aufgestellt worden. Die zuständige Richterin sah dies am Ende jedoch anders: Alleine schon die Tatsache, dass der Zaun umgekippt sei, weise auf eine unsachgemäße Sicherung hin. Ein Bauzaun müsse allen Witterungsbedingen, auch Windböen, standhalten. Zudem sei die Baufirma durch die bloße Übertragung nicht von ihrer Kontrollpflicht entbunden.

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