Unfall im Fahrstuhl: Betreiber muss nicht haften

30. Januar 2013
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cc by wikimedia/ Richard Huber

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In vielen deutschen Wohnhäusern und dazugehörigen Parkhäusern sind Fahrstühle eine Selbstverständlichkeit. Doch was passiert, wenn man beim Benutzen des Aufzugs einen Unfall erleidet? Wer muss in solch einem Fall für den Schaden aufkommen? Über diese Frage hat das Oberlandesgericht Frankfurt entschieden.

In dem konkreten Fall war eine ältere Frau beim Verlassen eines Fahrstuhls in einem Parkhaus schwer gestürzt, da die Kabine 40 Zentimeter über dem Boden angehalten und in dieser Position die Türen geöffnet hatte. Der Aufzug stammte aus dem Jahr 1989, wurde jedoch zwei Tage vor dem Unfall von einer Spezialfirma gewartet.

In erster Instanz war die Klage bereits abgewiesen worden und das Oberlandesgericht Frankfurt wies die Berufung zurück. Bei der technischen Störung habe es sich um einen Schaden gehandelt, der trotz Wartung und Kontrolle zufällig auftreten könne. Der Betreiber habe alle Sicherheitsmaßnahmen eingehalten und sei nicht dazu verpflichtet, die Technik ständig auf den neuesten Stand zu bringen, solange dies den aktuellen Sicherheitsbestimmungen entspreche.

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