Heizen: Holz wir teurer – Briketts aus Laub als Alternative?

28. Januar 2013
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cc by wikimedia/ Topfklao

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Aktuell versuchen zum Glück immer mehr Menschen umzudenken und setzen auch bei der Energiegewinnung auf neue Formen. Leider verläuft dies jedoch nicht immer optimal bzw. so manch einer greift zu falschen Mitteln. In den letzten Jahren haben sich in diesem Zusammenhang immer mehr Haushalte für das Heizen mit Holz entschieden, doch auch ein nachwachsender Rohstoff hat seine Grenzen!

Die Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher (AGR) meldet in diesen Tagen, dass der Bedarf an Energieholz in den letzten Jahren deutlich gestiegen ist, was dazu führe, dass der Bedarf kaum noch abgedeckt werden könne und die Preise in die Höhe kletterten. Seit 2005 seien die Kosten für Energieholz zum Heizen um ganze 90 Prozent gestiegen. Der private Holzverbrauch stieg innerhalb von nur neun Jahren von elf auf 34 Millionen Kubikmeter.

Würden sich alle 15 Millionen Haushalte, die heute bereits einen Ofen besitzen, dafür entscheiden, nur noch mit Holz zu heizen, würde der Bedarf auf 300 Millionen Kubikmeter ansteigen, was das Vierfache des jährlich genutzten Waldholzes darstelle! Oft seien in den Haushalten auch ineffiziente, billige Ofen der Grund für einen hohen Verbrauch. Gleichzeitig suchen immer mehr Experten nach Alternativen. Die Stadt Ibbenbüren testet erfolgreich ein neues Projekt: Altes Herbstlaub wird zu Holzbriketts gepresst und zur Energiegewinnung genutzt.

Würde man diese Methode für das gesamte Laub der Stadt anwenden, dessen Entsorgung die Stadt sonst rund 40.000 Euro kosten würde, könnten über 500 Haushalte ein Jahr lang mit Strom versorgt werden! Laub alleine zu verbrennen, ist jedoch natürlich verboten, denn es stinkt und die Dämpfe können gesundheitsschädlich sein, was bei der neuen Brikett-Methode offenbar nicht der Fall ist.

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One Response to Heizen: Holz wir teurer – Briketts aus Laub als Alternative?

  1. Peter on 29. Januar 2013 at 14:25

    Davon habe ich auch neulich gelesen und ich finde diese Idee Revolutionär. Ok, das klingt vielleicht ein wenig übertrieben, aber dieses Konzept sollte von allen Großstädten übernommen werden. Allein in Berlin fallen jedes Jahr über 95.000 Kubikmeter Laub an. Wenn man das alles in Energie umwandeln könnte….

    Beste Grüße,
    Peter

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