Uringestank im Hausflur: Kneipenanwohner können Miete mindern

7. Januar 2013
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cc by wikimedia/ Sebastian Ballard

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In Großstädten wie Berlin ist es in vielen Gegenden normal, dass man in unmittelbarer Nähe zu einer Kneipe wohnt. Dies bringt nicht nur schöne Seiten mit sich, sondern leider oft auch Dinge wie Lärm, Schmutz oder Gestank. Kommen Betrunkene zum Beispiel immer wieder auf die Idee in den Hausflur zu urinieren, so ist dies ein deutlicher Mangel und die Miete darf gemindert werden. Dies geht aus einem Urteil des Amtsgerichts Berlin-Mitte hervor.

In dem konkreten Fall hatten sich Passanten immer wieder im Hausflur erleichtert, was einem Mieter wortwörtlich gewaltig stank, weshalb er die Miete um sieben Prozent kürzte. Dies sah der Vermieter nicht ein und zog vor Gericht um die ausstehende Miete zu bekommen.

Die Richter beschlossen jedoch, dass zu einem vertragsgemäßen Gebrauch einer Wohnung nicht nur der Zustand der Räume selbst gehöre, sondern auch das Erscheinungsbild des Wohnhauses und der angrenzenden Nutzflächen. Auch in Großstädten gehöre Urin im Hausflur nicht zu einem normalen Erscheinungsbild und sei damit ein Mangel. Generell gehe es darum die Nebenflächen in vertragsgemäßem Zustand zu halten.

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