Studie: Alte Häuser in Deutschland sind in besserem Zustand als gedacht

9. November 2012
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cc by flickr/ onnola

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Zu den erklärten Klimazielen der Bundesregierung gehört auch, dass bis zum Jahr 2050 fast jedes Gebäude in Deutschland klimaneutral ist. Diese Dämmungsziele sind jedoch laut einer aktuellen Studie des Empirica Instituts im Auftrag der privaten Bausparkassen unrealistisch. Der Grund dafür sei, dass ältere Ein- und Zweifamilienhäuser demnach in einem „beeindruckend guten“ Zustand seien.

Dies sei eine Erklärung dafür, warum die geplante Sanierung kaum in Fahrt kommt. 81 Prozent der Heizungsanlagen seien schon jetzt hoch oder höchst effizient, 96 Prozent der Fenster seien bereits mindestens zweifach verglast und 69 Prozent der Häuser seien bis zum Dach oder zur oberen Geschossdecke hin gedämmt. Nur im Bereich der Außenwanddämmung liege der Wert lediglich bei 35 Prozent.

Letzteres sei jedoch auch kein Wunder, denn solche Arbeiten würden sich oft nur dann lohnen, wenn eh Arbeiten mit Gerüst an der Fassade anstehen würden. Generell würden Hausbesitzer meist erst dann in energetische Maßnahmen investieren, wenn sowieso Arbeiten sinnig seien. So befürchten die Autoren der Studie, dass die Sanierungsrate aufgrund der hohen Standards nicht weiter steigen wird, sondern eher noch zurückgehen könnte.

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