Das ist Umzugs-Deutschland

21. Mai 2009
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Jung bis mittleren Alters und konsumbereit ist der durchschnittliche Umziehende. Darüber hinaus ist derjenige, der in Deutschland umzieht, an Zeiteinsparungspotenzialen interessiert und internetgeprägt. Das zeigen Ergebnisse der Studie, die die Umzug AG in Auftrag gab und die von Heublein M3 und dem Institut ODC Services erarbeitet wurden. Mehr als Tausend Online-Befragte nahmen an der Studie teil.

Laut dieser Umzugsmarkt-Studie wechseln rund 4,8 Millionen Haushalte jährlich ihren Wohnort, innerstädtisch und deutschlandweit betrachtet. Statistisch gesehen zieht jeder achte Haushalt einmal jährlich um. Die auf die Jahreswerte von 2007 bis Anfang 2009 bezogene Studie zeigt, dass die Altersgruppe zwischen 20 und 39 Jahren die häufigsten Wanderungsbewegungen vornimmt.

8,4 Millionen Privatpersonen haben im Jahr 2007 in Deutschland einen Wohnungswechsel vollzogen. Auf die Frage, wohin der nächste Umzug am wahrscheinlichsten gehen wird, zeigt sich, dass über die Hälfte der Wohnbevölkerung innerhalb der bisherigen Stadt umzuziehen planen (52 Prozent). Weitere 20 Prozent verlassen die nähere Umgebung nicht. Lediglich ein gutes Viertel (28 Prozent) plant, weiter weg zu ziehen.

Umzugsplanung
Danach gefragt, wie lange ein potenzieller Umzug geplant und vorbereitet würde, ergibt sich, dass der überwiegende Teil von 53 Prozent eine Vorbereitungszeit zwischen ein und drei Monaten für angemessen hält. Ein Fünftel der überwiegend jüngeren Bevölkerung (20 Prozent) wickelt die Vorbereitung recht spontan innerhalb von vier Wochen ab.

Ein gutes Viertel aller Umziehenden gibt für den Umzug an sich zwischen eintausend und fünftausend Euro aus. Zwei Drittel bleiben mit ihren Ausgaben für den Umzug selbst unter eintausend Euro. Bei den Folgekosten des Umzugs sind Möbel und Lampen die mit Abstand häufigsten Artikel, die beim letzten Umzug eingekauft wurden. Umziehenden steht ein Jahreseinkommen von 154,9 Milliarden Euro zur Verfügung. Davon werden deutschlandweit schätzungsweise 38,7 Milliarden Euro für Ausgaben in den Bereichen Renovierung, Einrichtungsgegenstände (Möbel, Lampen, Küche), Infrastruktur (DSL, Telefon, Fernsehen) und Umzugslogistik (Autovermietung, Baumarkt, Spedition) verwendet.

Wenig beliebt: Ummeldevorgänge
„Ein Privatumzug verursacht vielfältigen Stress und hohe Kosten. Privatleute wünschen sich, den bevorstehenden Umzug klug vorzubereiten und effizient abzuwickeln, um auf diese Weise Zeit, Geld und Nerven zu schonen“, sagt Jorg Mühlenberg, Vorstandsvorsitzender der Umzug AG.

Ummeldevorgänge sind lästige Zeitfresser in der Umzugsphase. Wenn möglich, vermeiden Umziehende deshalb den Gang zu Meldebehörden, zu Kfz-Zulassungsämtern, in den nächstgelegenen T-Punkt, zu einer Postfiliale oder zum Kreditinstitut. Umziehende können durch die Nutzung entsprechender Online-Anlaufstellen locker ein bis zwei Urlaubstage einsparen“, so Mühlenberg.

73 Prozent der Befragten wünschen sich intensivere Hilfe beim Transport des Umzugsguts; 66 Prozent interessieren sich für eine Unterstützung beim Mieten eines Transportfahrzeuges; 54 Prozent sind bereit, mehr Haushaltsgeld in Umzugshelfer zu investieren; und 45 Prozent wünschen sich fortan eine Halteverbotszone am Umzugstag.

Mietobjekte versus Eigentum
Gut jeder Zweite äußert das Vorhaben, als nächstes in ein Mietobjekt einzuziehen. Die Quote dieser Gruppe ist bei den Jüngeren unter 30 erwartungsgemäß mit 70 Prozent deutlich höher, erreicht den niedrigsten Wert zwischen 30 und 49 Jahren (41 Prozent), um ab 50 Jahren auf 49 Prozent anzusteigen. Beim nächsten Umzug ein Eigenheim zu erwerben, plant jeder Fünfte (20 Prozent). In der Teilgruppe der 30-49-Jährigen ist der Anteil mit gut 26 Prozent deutlich höher. Drei von zehn (30 Prozent) sind sich in dieser Frage noch unsicher.

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