Das Spiel mit dem Luftdruck

14. April 2012
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cc by geograph.co.uk / Andrew Huggett

Luftdruckkompressoren sind schon lange kein reines Industrie- und Baustellengut mehr, sondern werden auch privat mehr und mehr zu den unterschiedlichsten Zwecken genutzt. Sei es das gewöhnliche Airbrushing, das Abblasen von Werkzeugen oder liegen andere Gründe zur Verwendung eines Kompressors vor: Die Wahl des richtigen Kompressors für die Tätigkeit oder die Tätigkeiten, die man mit pneumatische Werkzeugen zu verrichten gedenkt, ist keine leichte. Doch es gibt verschiedene Anhaltspunkte, anhand derer man sich zugunsten oder zuungunsten eines Kompressormodells entscheiden kann.

Hilfen zur Entscheidungsfindung

Wer sich einen Druckluftkompressor zulegen möchte, sollte sich vorab ein paar Fragen beantworten. Die grundlegende und wichtigste Frage ist die des hauptsächlichen Einsatzorts. Auf einer abgelegenen Waldlichtung beispielsweise oder in einer fernab gelegenen Kiesgrube wird man sicherlich ein benzinbetriebenes Gerät bevorzugen müssen, da es andernfalls womöglich nicht betriebsfähig ist. Daheim im Garten oder in einer Werkstatt ist vermutlich eine Energieversorgung über einen 230 V Standardhausanschluss sinnvoll. Im Baubetriebsumfeld würde man ein mit 110 V arbeitendes Luftdruckverdichtungsgerät wählen.

Die Motorgröße ist gleichfalls von Bedeutung. Gerade, wenn man mit dem Kompressor ein  einzelnes zyklenintensives oder vielleicht auch mehrere Geräte zugleich bedienen möchte, kann es sein, dass bei einem schwächeren Kompressor die erzeugte Luftmenge nicht mehr ausreicht, um die Anforderungen, die an den Arbeitsablauf gestellt werden, zu erfüllen. In solch einem Fall müsste vielleicht doch ein stärkerer Motor her.

Auch die Größe des Tanks ist nicht unerheblich. Ein Gerät mit größerem Tank muss zwar nicht zwangsläufig mehr Kraft erzeugen – wird sich aber immer dann positiv auswirken, wenn eine intervallfreie längere Betriebszeit vonnöten ist.

Abschließend stellt sich noch die Frage nach der Menge an Geräten, die zur selben Zeit über den Kompressor in Betrieb gehalten werden sollen und ob ein ölloses oder ein ölgeschmiertes Verdichtungsgerät bevorzugt wird. Denn ein geschmierter Kompressor ist prinzipiell langlebiger und sollte deshalb in Umgebungen benutzt werden, in denen er mit einer gewissen Permanenz in Betrieb gehalten wird. Öllose Geräte hingegen arbeiten auf ungerader Standfläche zuverlässiger und sind auch im sporadischen Heimbetrieb günstiger und weniger wartungsintensiv.

Kurz und gut

Grundsätzlich sollte man immer das Gesamtvolumen des Luftverbrauchs während der Anwendungsläufe zusammenrechnen – und dabei auch an mögliche, in der Zukunft liegende Nutzvarianten denken. Auf diese Kalkulation setzt man noch einmal einen Puffer von 10%. Dies gleicht man mit einer tabellarischen Auflistung zum effektiven Geräteverbrauch ab. Wenn dann immer noch Unsicherheiten bestehen, sollte man sich an den technischen Kundendienst von Bostitch wenden.

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