Solaranlage auf dem Dach

18. Juli 2011
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Strom selber erzeugen, dass lohnt sich dank der weiterhin großzügigen Förderung für viele Besitzer von Eigenheimen. Das verdeutlicht auch das Engagement der Firma IBC, daß auch mit einem neuen Werbespot verbunden wurde.


Bevor sich der Hausbesitzer aber um Angebote kümmert macht es zuerst Sinn, die lokalen Gegebenheiten zu prüfen. Ideal für den Betrieb einer Photovoltaik-Anlage ist eine Dachausrichtung nach Süden. Je weiter das Dach nach West oder Osten gedreht ist, desto ungünstiger ist die Ausbeute. Auch spielt die Dachneigung eine wichtige Rolle. Hier gibt es im Netz Rechner, die für die Dachausrichtung und -neigung den prognostizierten Ertrag ermitteln. Wer jedoch einen ständigen Schattenwurf durch hochgewachsene Bäume oder ein größeres Haus in der Nachbarschaft hat, der wird wohl auf eine Photovoltaik-Anlage verzichten müssen.

Sind die Voraussetzungen aber optimal, dann gilt es Angebote einzuholen. Der Preis für eine Anlage wird dabei auf Kilowatt-Peak (kWp) ermittelt und liegt aktuell in einem Korridor von 2.400 bis 3.000 Euro. Eine Anlage von 1 kWp kann je nach Region und Dachneigung einen jährlichen Ertrag von 800 bis 1.000 kWh erwirtschaften. Die aktuell geleistete Einspeisevergütung liegt bei 28,74 ct je kWh und wird für 20 Jahre plus dem Jahr der Inbetriebnahme gezahlt. Selbst wenn in Zukunft die Einspeisevergütung, wie ja bereits in der Vergangenheit immer wieder geschehen, gesenkt wird, bleibt die Vergütung konstant. Entscheidend für die Vergütung ist der Betrag, der im Jahr der Inbetriebnahme zugesichert wird.

Wichtig für den Betreiber ist natürlich der Umsatz den die Anlage erwirtschaftet. Dazu ein kleines Rechenbeispiel:

Unterstellt wird eine Anlage in einer Größenordnung von 5 kWp und daraus resultierenden Anschaffungskosten von 2.700 € je kWp (13.500 €). Die Anlage erwirtschaftet ca 900 kWh je kWp – entspricht einem Ertrag von 4.500 kWh. Der Anlagenbetreiber erhält somit 1.293 Euro jährlich. Teilt man jetzt die Anschaffungskosten durch die jährlich zu erwartenden Einnahmen, dann hat sich die Anlage nach ca. 10,5 Jahren amortisiert.

In dieser recht einfachen Rechnung wird davon ausgegangen, dass die Anlage nicht fremdfinanziert wird, sondern zu 100 % aus Eigenmitteln finanziert wird. Weitere Kosten fallen in der Regel beim Betrieb einer Photovoltaik-Anlage nicht an, allerdings sollte der Betreiber immer noch einen Sicherheitsabschlag auf seinen Ertrag in Höhe von 5 % kalkulieren, der den Ertragsverlust der Module über die Laufzeit ausgleicht.

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