UNIQA: Spektakuläre Bau-Szene in der Praterstraße 1

26. Februar 2009
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Stahlbau-Arbeitsgemeinschaft PS1 hebt 1.600 Tonnen in über 30 Meter Höhe

Im Zuge der Bauarbeiten am UNIQA Hotel- und Geschäftsgebäude in der Praterstraße 1 im zweiten Wiener Gemeindebezirk kommt es heute Donnerstag, 26.2.2009, zu einer Sensation in architektonischer und bautechnischer Hinsicht. Innerhalb nur eines Tages wird ein vorgefertigtes Tragwerk aus 1.600 Tonnen Stahl und Stahlbeton – das entspricht dem Gewicht von rund 1,3 Kilometern der modernen ULF-Straßenbahnzüge – mit Hilfe hydraulischer Pressen in über 30 Meter Höhe gehoben. Diese von der Stahlbau-Arbeitsgemeinschaft Praterstraße 1 gebaute Konstruktion wird in Zukunft weitere zehn Hotelgeschosse und ein Restaurant im 18. Stockwerk tragen. Die Tragwerksplanung erfolgte gemeinsam mit dem ZT Büro Werner Consult und ZT Roller.

Entwickelt wurde die außergewöhnliche Montagemethode von der „Arbeitsgemeinschaft Praterstraße 1“, bestehend aus den Unternehmen Zeman & Co und STRABAG: Zwei komplette Geschosse des Hochhauses wurden in Stahl in Bodennähe zusammengebaut und die dazugehörigen Decken betoniert, um erst dann auf ihre endgültige Höhe gehoben zu werden. Dieser innovative Vorgang spart den Aufwand für ein 30 Meter hohes Gerüst – weil künftig darunter ein mehrgeschossiger Wintergarten situiert sein wird – und ist somit wesentlich kosteneffizienter als die herkömmliche Methode. Durchgeführt wird die Hebung von einem Hydrauliksystem mit einem Druck von 220 Bar.

„UNIQA trägt mit dem Bau Praterstraße 1, einer Planung von Pritzkerpreisträger Jean Nouvel, der städtebaulichen Bedeutung dieses Standortes Rechnung. Diese zeichenhafte Architektursprache von hohem internationalen Niveau bedarf in ihrer Umsetzung auch einzigartiger konstruktiver Lösungen“, so der bei UNIQA auch für Immobilien zuständige Vorstand Dr. Gottfried Wanitschek.

Peter Zeman, Geschäftsführer von Zeman International: „Diese spektakuläre Hebung von über tausend Tonnen Stahl hat uns vor die Herausforderung gestellt, all unsere Kompetenzen in Planung und Statik, der Ablauforganisation sowie schlussendlich in der Fertigung und Montage zu vereinen. Sie war bereits wesentlicher Teil eines Alternativangebotes, mit dem wir unser spezielles technisches Know-how in die Arbeitsgemeinschaft einbringen und die Auftragsvergabe entscheiden konnten.“

STRABAG AG Vorstand Franz Urban: „Die STRABAG ist ein erfahrenes Bauunternehmen mit sehr hoher Kompetenz im Stahlbetonbereich. Es ist uns optimal gelungen, die Kombination der auszuführenden Stahlbetonleistung mit den komplexen Stahlbauanforderungen – eine für das Gesamtobjekt kritische Schnittstelle – zu einer verbindenden Nahtstelle für den Investor zu machen.“

UNIQA Projekt Praterstraße 1
Am Standort 1020 Wien, Praterstraße 1, begrenzt durch die Taborstraße im Westen und die Große Mohrengasse im Osten, wird von der UNIQA Praterstraße Projekterrichtungs GmbH ein Sockel-Bauwerk mit Erdgeschoss und 5 Obergeschossen errichtet. Darüber erhebt sich ein Turm vom 6. bis zum 18. Obergeschoss (Gesamtbruttofläche rund 53.000m², Bauhöhe ca. 75m).

Die Nutzungen sind ein Einkaufszentrum, ein Hotel (Betreiber: Accor / Sofitel 5 Stern) und eine Garage (239 Stellplätze), die beide Funktionen bedient. Das Einkaufszentrum wird im Erdgeschoss über einen Eingang in der Praterstraße und über eine Passage von der Taborstraße bis zur Großen Mohrengasse mit integrierter Plaza erschlossen. Es erstreckt sich bis in das 3. Obergeschoss.

Das Einkaufszentrum wird als Plattform für gehobenes Möbeldesign, Einrichtung, Ausstattung und Lifestyle geführt. Die Lobby des Hotels ist im Erdgeschoss, der Konferenzbereich liegt im 4. Stock, Spa und Wellness im 5. Stock. Der Turm wird vom 6. bis 17. Obergeschoss für 182 Zimmer und Suiten genutzt. Im 18. Obergeschoss befindet sich ein Panoramarestaurant. Es wird sowohl von den Hotelliften als auch von 2 zusätzlichen Liften für externe Gäste zugänglich von der Großen Mohrengasse erschlossen.

Die Fertigstellung des von Jean Nouvel geplanten Projektes ist für Herbst 2010 geplant.

Über „Arbeitsgemeinschaft PS1“
Die Zeman & Co GmbH zeichnet zusammen mit STRABAG in der „Arbeitsgemeinschaft PS1“ für die Realisierung der Hochhausgeschosse des Bauprojektes „Praterstraße 1“ für UNIQA verantwortlich. Zeman bringt in die Arbeitsgemeinschaft sein spezielles technisches Know-how als Multi-Utility-Anbieter ein, das von Planung und Konstruktion bis hin zu Produktion und Montage reicht.

Über „Zeman: Intelligentes Stahldesign von der Planung bis zur Realisierung“
Das 1965 gegründete österreichische Unternehmen hat sich in den letzen Jahren zu einem europaweit agierenden Stahlbaukonzern entwickelt. Zeman International ist heute ein Multi-Utility-Anbieter: Zwanzig Betriebe mit über 450 Mitarbeitern bieten eine breite Leistungspalette aus einer Hand. Neben Planung und Konstruktion, produziert und montiert Zeman Stahlkonstruktionen, Industriehallen, Industrieanlagen, Sporthallen sowie Ausstellungs- und Veranstaltungsobjekte, einschließlich der Dachausbildung und der Fassaden.

Über „STRABAG SE“
STRABAG SE ist einer der führenden europäischen Baukonzerne. Mit rund 73.000 Mitarbeitern wurde im Geschäftsjahr 2008 eine Bauleistung von € 13,7 Mrd. erbracht. Ausgehend von den Kernmärkten Österreich und Deutschland ist die STRABAG über ihre zahlreichen Tochtergesellschaften in allen ost- und südosteuropäischen Ländern, in ausgewählten Märkten Westeuropas sowie auf der Arabischen Halbinsel präsent. Die STRABAG deckt dabei die gesamte Leistungspalette (Hoch- und Ingenieurbau, Verkehrswegebau, Tunnelbau) sowie die Bauwertschöpfungskette ab.

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